Zwei junge Menschen aus Karnap und Fischlaken helfen ein Jahr lang bei Sozialprojekten in Chile

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Simon Freden und Lisa Firchau gehen für ein Jahr nach Chile, um dort benachteiligten Kindern und Jugendlichen zu helfen. Pressefoto: Kirchenkreis Essen/Alexandra Roth
 
Lisa Firchau aus Fischlaken ist neugierig auf das fremde Land. Pfarrer Achim Gerhard Kemper ist im Vorstand des Vereins FiFAr e.V. tätig und koordiniert unter anderem die Auswahl der Freiwilligen. Er freut sich über Bewerbungen für das kommende Jahr. Pressefoto: Kirchenkreis Essen/Alexandra Roth.
Essen: Haus der Evangelischen Kirche |

Auch in diesem Jahr bietet das Essener Forum für internationale Friedensarbeit FiFAr e.V wieder vier jungen Menschen eine Chance, durch die aktive Mitarbeit in einer sozialen Einrichtung im chilenischen San Felipe Kinder oder Jugendlichen in einer schwierigen Lebenssituation zu helfen, etwas über den Alltag und die Kultur eines südamerikanischen Landes zu erfahren und gleichzeitig viel über sich selbst zu lernen. Aus Essen sind dieses Mal Simon Freden aus Karnap und Lisa Firchau aus Fischlaken dabei: Am 8. August geht’s für die beiden los, an diesem Tag fliegen sie zuerst nach London und von dort aus weiter nach Santiago de Chile.

"Ich hoffe, dass ich durch die Erfahrung reifen kann"

„Von der Möglichkeit, für ein Jahr nach Chile zu gehen und dort einen Freiwilligendienst in einer sozialen Einrichtung zu leisten, habe ich durch einen Zeitungsartikel erfahren“, erklärt Simon Freden. „Mein Gefühl sagt mir, dass das der richtige Weg für mich ist: Ich stelle mir vor, dass ich durch diese Erfahrung reifen kann und dass diese Zeit deshalb gut für mich ist. Sicher werde ich mich durch das, was ich in den kommenden zwölf Monaten erlebe, auch selbst verändern. Angst davor habe ich aber nicht.“ Nach dem Freiwilligendienst könnte sich der Zwanzigjährige vorstellen, ein kreatives Fach oder auch Psychologie zu studieren. „Vielleicht erhalte ich ja während meines Aufenthaltes in Chile den entscheidenden Anstoß“, hofft er.

"Durch den Freiwilligendienst kann ich meinen Horizont erweitern - und gleichzeitig Gutes tun"
„Auf die Gelegenheit, für ein Jahr nach Chile zu gehen und dort anderen jungen Menschen in einer sozialen Einrichtung zu helfen, bin ich durch das Internet aufmerksam geworden“, berichtet Lisa Firchau. „Meine Freunde und meine Familie haben mich dann sehr ermutigt, diese Gelegenheit wahrzunehmen. Natürlich kann es sein, dass ich irgendwann Heimweh habe – im Moment überwiegen aber das Fernweh und die Neugier auf ein fremdes Land.“ Durch den Freiwilligendienst wolle sie lernen, auf eigenen Beinen zu stehen, könne ihren Horizont erweitern und gleichzeitig etwas Gutes tun: „Ich werde andere Menschen, ihre Kultur und ihren Alltag kennenlernen und weiß, dass sie es viel schwerer haben als ich. Es wäre schön, wenn ich sie so motivieren und stärken kann, dass sie ihren eigenen Träumen und Zielen ein Stück näher kommen.“ Lisa Firchau ist 24 Jahre alt, hat bereits eine Ausbildung zur Bankkauffrau absolviert und könnte sich vorstellen, nach ihrer Rückkehr aus Chile ein Studium im sozialen Bereich aufzunehmen oder Lehrerin an einem Wirtschaftsgymnasium zu werden.

Stichwort: FiFAr e.V.

Seit der Gründung von FiFAr e.V. im Jahr 1994 haben bereits über hundert junge Menschen in Chile soziale Projekte für Kinder, Jugendliche und Senioren unterstützt und dabei auch selbst von der Teilnahme am interkulturellen Dialog profitiert. Haupteinsatzort ist meist das nach einem früheren Essener Studierendenpfarrer benannte Heim und Ausbildungszentrum „Casa Walter Zielke“ in der Großstadt San Felipe; doch können die Freiwilligen während der Woche in weiteren Projekten – zum Beispiel in einem offenen Treffpunkt für junge Menschen oder in einer Schule – eingesetzt werden. Wer sich für diesen Freiwilligendienst im Ausland interessiert, findet alle erforderlichen Informationen auf der Seite www.fifar-ev-essen.de.
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