63 neue Bäume und Mulden fürs Regenwasser: der Kaiserpark der Zukunft

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Präsentieren das Projekt Neugestaltung des Kaiser-Wilhelm-Parks in Altenessen: v.l. Klaus Kranefuß, Hans-Joachim Augustin (beide Grün und Gruga Essen), Reiner Leuchter, planender Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt, und Beigeordnete Simone Raskob.

Pfingststurm „Ela“ hat im Kaiserpark kräftig zugeschlagen, aber nicht gut ausgewählt. Schöne, gesunde Bäume fielen dem Unwetter zum Opfer, andere, auf die man verzichten könnte, blieben stehen. Nach dem großen Aufräumen geht Grün und Gruga an die Neugestaltung.

Dabei muss nicht jeder Baum ersetzt werden, und schon gar nicht mit derselben Art. Das stellten Vertreter der Stadt sowie Reiner Leuchter vom Planungsbüro aus Duisburg gleich vorweg, als im Leibniz-Gymnasium die Bürger über die Zukunft des Parks informiert wurden.

Weitere sturmgeschädigte Bäume müssen gefällt werden


Etwa 35 Interessierte - viele aus der Generation 50+ - wollten den Vortrag hören und spazierten anschließend durch den Park. Das „grüne Herz des Stadtteils“, so Dipl.-Ing. Landschaftsarchitekt Reiner Leuchter, hatte vor dem Sturm wieviele Bäume? Die Schätzungen des Publikums schwankten zwischen 200 und 5.000, richtig ist 376. Davon sind nun 94 ganz weg, weitere 40 so geschädigt, dass sie wohl gefällt werden. Geplant ist die Nachpflanzung von 63 Solitärbäumen.
Um das hinzukriegen, braucht Grün und Gruga Spenden. Seit dem letzten Jahr wird unter dem Motto „Mein Baum für Essen“ Geld gesammelt. Zum Vergleich: Für den ebenfalls schwer geschädigten Borbecker Schlosspark gingen bereits 80.000 Euro ein, speziell für den Kaiserpark noch nichts.

80.000 Euro für Borbecker Schlosspark, für den Kaiserpark noch nichts


Doch beim Neupflanzen von möglichst sturmresistenten Arten soll es nicht bleiben, zumal man bei Grün und Gruga weiß, dass die Schäden in der Altenessener Anlage „mehr noch in der Fläche als in der Höhe zu finden sind“. Sprich: am Boden, nicht in der Krone.
Reiner Leuchter schlägt vor, in manchen Bereichen einen Allee-Charakter stärker zu betonen bzw. den Höhenweg auf dem alten Bahndamm „erlebbar“ zu machen - mit freiem Blick auf die Umgebung. Stauden sollen die Eingangsbereiche betonen.

Regenwasser in Mulden statt in die Keller


Den Klimawandel berücksichtigt ein anderes Vorhaben. Wo sich jetzt schon Regenwasser sammelt, können flache Mulden bei Starkregen von 50 und mehr Litern pro Quadratmeter verhindern, dass das Wasser in die Keller der Umgebung fließt. Leuchter: „Kleiner Eingriff, großer Effekt.“

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Ohne Spenden von Bürgern, Vereinen und Unternehmen lässt sich das Projekt nicht stemmen. Wer mithelfen will, findet nähere Infos unter www.essen.de/meinbaum

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Fotos: Debus-Gohl/Pfeffer
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1 Kommentar
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Bodo Urbat aus Essen-Nord | 21.01.2015 | 22:40  
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