Bärlauch ist fertig! Endlich wieder was Frisches aus dem Garten

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Für ein Butterbrot reicht es: Bärlauch zwischen Wiese und Gehölzhecke hat schon jetzt seine Blätter ausgetrieben.
Das einzig Frische, das man in den letzten Wochen aus dem Garten hätte bringen können, waren Schneebälle. Aber jetzt! Endlich gibt es das erste frische und essbare Grün - in Form von Bärlauch.

Wenn man in einer Gruppe von Menschen Bärlauch sagt, fragt mindestens einer: Oh, kann man den nicht mit Maiglöckchen verwechseln und sterben?
Ja, man kann. Aber wer diese beiden miteinander verwechselt, ist so ahnungslos, dass er sein Essen lieber nur kaufen und nicht sammeln sollte.

Mal zwei Fotos zum Vergleich, aufgenommen am selben Tag, 16. März. Die Blätter des Bärlauchs sind voll entfaltet, die Maiglöckchen dagegen treiben gerade die ersten Spitzen aus dem Boden (vor und neben dem lila Krokus). Haben die Maiglöckchen ihre Blätter erst entfaltet, ähneln zumindest diese denen des Bärlauchs durchaus auf den ersten Blick. Aber nicht auf den ersten Riecher, denn spätestens, wenn man ein Bärlauch-Blatt gepflückt hat, verströmt es den typischen Knoblauchgeruch. Davon sind Maiglöckchen weit entfernt, sonst würde man kaum Parfum aus ihnen machen.
Auch die Blüten ähneln sich nicht. Zwar sind beide weiß, aber während die einen runde Glöckchen bilden, sind die anderen die klassischen Kugeln eines Lauchgewächses. Und das sind nur einige von vielen Unterschieden.

Große Bärlauchbestände im Garten sind praktisch. Eine dicke Handvoll ergibt nicht nur das, was man als Kräuterbeigabe braucht, sondern geradezu eine Gemüseportion. Er wächst gerne unter Gehölzen und treibt jedes Jahr neu aus, bis zum Sommer zieht die Pflanze dann schon wieder ein. Im lichten Wald sind die Bestände oft noch viel größer, doch nicht unbedingt einheimisch, sondern können Aussiedler aus Gärten und anderen Kulturanlagen sein.

Übrigens leben gelegentlich die Larven einer Schwebfliegenart in den Blättern des Bärlauchs. Sie minieren (bilden Röhren), wie die Miniermotte in der Kastanie. Streng genommen ist das erste frische Gartengemüse also nichts für Veganer.
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