Honigproduktion läuft bald auf Zollverein an

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Bei schneidend kaltem Ostwind denkt man mit Blick über die Kokerei Zollverein nicht in erster Linie an Bienen. Selbst Blumen sind noch keine in Sicht. Und doch summt es auf dem Dach der RAG Montan Immobilien Zentrale, wo in dieser Saison der erste Honig mit Zollverein-Welterbestatus entstehen soll.

Die Bienenstöcke - vier sollen es werden - sind Symbol für die engere Verbindung von Welterbe und Natur. Für die steht auch die Kooperation von RAG Montan Immobilien und Naturschutzbund (Nabu). Das ist nicht nur eine Verbindung zwischen Vermieter und Mieter. Der für fünf Jahre geschlossene Vertrag umfasst vor allem eine Kooperation mit Blick auf die zahlreichen Flächen im Besitz der RAG. Werden diese Standorte „entwickelt“, also neu überplant, ist der Nabu für den Naturschutz zuständig. Das gilt unter anderem auf der Kokerei.
Um auf eben dieser Fläche zu sein, müssen die beiden Mitarbeiterinnen der Nabu Regionalstelle Ruhrgebiet nur vor die Tür gehen. In einem Gebäude gleich am alten Kokerei-Werkstor wurde das Büro jetzt eingeweiht. Zu erreichen ist es derzeit noch nur über den Großwesterkamp, nach Fertigstellung von Bauarbeiten aber aus jeder Richtung über Zollverein. Chic klingt die offizielle Adresse: Im Welterbe 1.

An einem der Hauptwege liegt die Regionalstelle nicht zufällig, soll sie doch auch für Naturinteressierte als Anlaufpunkt dienen. Das Thema Natur wurde auf Zollverein in den letzten Jahren eher stiefmütterlich behandelt - Exkursionen etwa gab es keine mehr. Nun aber machen sich Sabine Zimpel und ihre Kollegin an die Erstellung von Infobroschüre („Naturführer Zollverein“), Naturlehrpfad und Homepage.
An der Kälte hat sich noch nicht viel geändert. Zwar summt es auf Zollverein, aber das sind frühe Wildbienen. Von denen gibt‘s nichts Süßes. Die Honigbrigade blieb bisher noch im Stock.

Fotos: Gohl
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