Kaffee, Klima, Kultgetränk - Veranstaltung am 27.11. im Grend

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Alex Kunkel an der Kaffeeschälmaschine auf 2000m Höhe bei den FAIRTRADE-Bauern der Kaffee-Kooperative GUMUTINDO am Mount-Elgon in Uganda - zusammen mit Samuel Abuemego. (Foto: Alex Kunkel)

Wie Uganda Deutschlands Lieblingsgetränk produziert und dabei mit dem Klimawandel kämpft. Dazu gibt es am 27. November einen Video-Report & Vortrag von Alex Kunkel: Die FAIRTRADE Kaffeebauern am Mount-Elgon/Uganda

Donnerstag, 27. November 2014, 19 Uhr
im Kulturzentrum GREND/ Essen-Steele (www.grend.de)
Video ca. 30 min - Vortrag ca. 20min und Diskussion – Eintritt frei, Spenden erwünscht


Alex Kunkel, der »RÖSTER« aus dem Kaffeegarten-Ruhr, war seit 2007 insgesamt neun Wochen in Uganda unterwegs und hat zuletzt die FAIRTRADE-Kooperative Gumutindo am Mount-Elgon besucht und während der Ernte auf 2000m Höhe bei zwei Farmerfamilien gelebt.

Sein Video-Report zeigt den Alltag, die Arbeit der Kleinbauern und die drastischen Auswirkungen des vom Norden verursachten Klimawandels: Bergrutsche durch Starkregen, Malaria-Ausbreitung, Schädlingsbefall, Ernteverluste, Probleme beim Trocknen.

Nicht zuletzt aber ein Plädoyer für den FAIREN HANDEL, der gut aufgestellten Kooperativen wenigstens das Überleben und den Schulbesuch der Kinder und vieles mehr sichert.

Hier weitere Informationen aus der Einladung zur Veranstaltung:

KULTGETRÄNK


Entspannung, Wohlfühlathmo, Freizeit und Genuss - das verbinden wir mit Kaffee. 160 Liter trinken wir im Durchschnitt, mehr als Mineralwasser und Bier.
Die Werbung hat das Getränk »verkultet«, Starbucks macht den Frappuchino und zahlt keine Steuern, Nestlé läßt George Clooney fragen „What else?“ und beim Discounter gibt‘s Espresso-Bohne. Bei allen zusammen ein Alibi-Segment FAIRTRADE.

KAFFEEMULTIS


Dass die großen Kaffeemultis regelmäßig zu Millionen-Strafen wegen Kartellbildung zwecks Preisabsprachen verdonnert werden, verschwindet hinter der Fassade.
Kinderarbeit ist immer noch gängige Praxis, Pestizide verseuchen Erde und Arbeiter auf Großplantagen. Die Kaffeewirtschaft monopolisiert sich zusehends - bei den Röstern und den Grünkaffeehändlern - wie z.B. der Neumann Gruppe aus Hamburg, die in Uganda per Landgrabbing an ihren Plantagenbesitz kam.

KLIMAWANDEL


Die Auswirkungen des vom Norden verursachten Klimawandels auf die Lebensumstände der Kaffeebauern ist für sie so garnicht kultig, wenn sie das leckere Käffken unter zunehmend schwierigen Bedingungen anbauen, Kirsche für Kirsche pflücken, schälen, fermentieren, waschen, trocknen, nochmal schälen, sortieren, verpacken und schließlich exportieren.
Zudem wird am Mount Elgon Ökotourismus unter Verletzung der Rechte Einheimischer praktiziert. Der Klimazertifikathandel erweist sich für die Bagisu am Berg als Bumerang des Klimaschutzes. Folge des Kyoto-Protokolls, das die CO²-Reduzierung den Marktmechanismen überantwortet. Der PowerPoint-Vortrag zeigt die drastischen Auswirkungen.

Die nur kurz angesprochenen Praktiken der Kaffeemultis und Rohkaffeehändler sind auf dem neuen Webauftritt des RÖSTERs ausführlich dokumentiert:
http://blog.worldcoffee.info/
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