Sogar der Sturm "Ela" half mit auf dem Weg zur Grünen Hauptstadt

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Stoppenberg mitten im grünen Essener Norden: Dass Wälder und Parks nicht Privileg der Südhälfte der Stadt sind, zeigt beispielhaft diese vom Multicopter aus gemachte Aufnahme. (Foto: Bilderpower Vision)

264 Seiten haben sich gelohnt. So viele umfasste die Bewerbung der Stadt Essen um den Titel „Grüne Hauptstadt Europas 2017“. Seit der vergangenen Woche darf gefeiert werden.

Das tat die städtische Delegation, die im englischen Bristol die gute Nachricht entgegennehmen durfte, schon vor Ort. Doch auch zu Hause gingen schon wenig später die Gratulationen ein.
Beim ersten Versuch hatte es nicht geklappt, doch diesmal reichte die stolze Auflistung von Renaturierungen, Radwegen, Bürgerbeteiligungen etc. fürs Siegertreppchen.

Essen siegte im zweiten Anlauf


Mit dem Titel „Grüne Hauptstadt Europas“ zeichnet die Jury der Europäischen Kommission jene europäische Stadt aus, die „hohe Umweltstandards erreicht hat und fortlaufend ehrgeizige Ziele für die weitere Verbesserung des Umweltschutzes und der nachhaltigen Entwicklung verfolgt“. Mitbewerber um den Titel für 2017 waren Nijmegen,’sHertogenbosch und Umea. Bristol ist es übrigens in diesem Jahr.
Für Essen sprachen zum Beispiel die Grünbereiche, die gerade auch im Rahmen des Strukturwandels auf Industriebrachen nachhaltig angelegt wurden. Der Ausbau des Radwegenetzes und die Renaturierung des Emschersystems sind weitere wichtige Punkte, die zwar nicht allein im städtischen Garten gewachsen sind, aber doch weite Gebiete Essens betreffen und verbessern.

Pico-Bello SauberZauber mit noch mehr Ehrgeiz


Auch „Ela“ hat mitgeholfen, besser gesagt die Art und Weise, wie Essen nach dem Pfingststurm reagiert hat: Wiederaufforstung und Umgestaltung mit Bürgerbeteiligung („Mein Baum für Essen“, Wald-Workshops).
So zahlreich die Glückwünsche auch sind, die nach der Bekanntgabe eingingen, so hörbar sind dennoch Stimmen aus der Bürgerschaft, die eine Zunahme des wilden Mülls in Grünflächen monieren. Eine Kritik, die man allerdings nicht wirklich an der Stadt üben muss, sondern an jenen, die den Müll in der Landschaft entsorgen. Die Stadt hält seit Jahren dagegen - wiederum auf der Basis von Bürgerbeteiligung, wie der Bericht über den Pico-Bello Sauber Zauber auf unserer zweiten Sonderseite zeigt.
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