Von Übersee auf die Jugendfarm: Über internationalen Besuch freute sich das Altenessener Hofidyll

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Genießt die Arbeit auf der Farm: Alberto Flores (21) ist bereits zum dritten Mal zu Besuch in Altenessen. Fotos: Müller/JHE
 
Riecht nicht toll, sieht aber super aus: Unter anderem haben die Freiwilligen die Wand zur Mistgrube optisch aufgemöbelt.

Wenn man sich einen einzigen Ort auf der ganzen weiten Welt aussuchen darf, wohin geht’s dann? Ganz klar: nach Altenessen, auf die Jugendfarm! Das dachten sich schon zum bereits fünften Mal elf Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 17 bis 27 Jahren, die auf dem Hofidyll ihren Internationalen Jugendfreiwilligendienst (ijgd) absolvieren. Für drei Wochen, vom 27. Juli bis zum 14. August, leben und arbeiten sie auf der Altenessener Oase, lernen in der Freizeit die deutsche Kultur und das Ruhrgebiet kennen.

„Man kann mit Kindern spielen, mit Tieren arbeiten und geht vielen verschiedenen Tätigkeiten nach“, freut sich der Spanier Alberto Flores über seine Zeit auf der Jugendfarm. Drei Wochen lang ist der 21-Jährige mit zehn anderen Gästen aus aller Herren Länder auf dem Altenessener Hofidyll, um hier zu arbeiten und die deutsche Kultur kennenzulernen. Für Flores ist es bereits das dritte Jahr in Folge, so sehr gefällt es ihm auf der Farm: „Es ist einfach aufregend, direkt in Essen und doch mitten in der Natur zu sein.“ Im Rahmen ihres Freiwilligendienstes sammeln die jungen Menschen erste Erfahrungen mit der Arbeitswelt und können zusätzlich ihre Sprachkenntnisse erweitern.

Im Dienste der Farm

Die Teilnehmer kommen dabei aus den unterschiedlichsten Ländern rund um den Globus: Spanien, Italien, Belgien, Ungarn, Serbien, Österreich oder auch einfach aus Deutschland – zwei der Freiwilligen stammen sogar aus dem fernen Amerika. Neben alltäglichen Tätigkeiten, wie dem Ausmisten der Ställe, der Gartenarbeit oder der Säuberung der Anlage, stehen aktuelle Arbeiten auf dem Programm: „In diesem Jahr haben wir viele neue Dinge für die Farm gebaut“, erläutert Sozialpädagogin Jennifer Redmann, Betreuerin der Jugendlichen. Überfordert werden sollen die Freiwilligen nicht: „Häufig sind es recht einfache Arbeiten, die hinterher schön anzusehen sind.“
So haben die Weltenbummler einen Agility-Parcours für Hunde sowie für die Farm-Minischweine Willy und Kurt gebaut, ein Insektenhotel als Aufenthaltsort für die kleineren Farmbewohner gebastelt und die Wand zur Mistgrube optisch ansprechend gestaltet. Zusätzlich wurden die Spinde für die Kinder, die ihren Reitunterricht auf der Farm nehmen, liebevoll angemalt: „Das haben sie echt schön gemacht!“, bestätigt Redmann. In den letzten beiden Sommerferienwochen sind zwei der Jugendlichen im benachbarten Bürgerpark und unterstützen dort die Betreuung der Kinder, spielen Fußball mit ihnen.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen

Von jeweils 10 bis 12 sowie 14 bis 16 Uhr helfen die Jugendlichen aus, nachmittags und an den Wochenenden können sie auf eigene Faust die Umgebung erkunden. Dabei ging es unter anderem aufs UNESCO-Welterbe Zollverein, auf die Cranger Kirmes, in die Kölner Innenstadt und zum Paddeln auf die Ruhr. „In diesem Jahr hatten wir etwas ganz besonderes: eine der Teilnehmerinnen ist 18 geworden!“, berichtet Pädagogin Redmann. Die internationalen Gäste haben gemeinsam einen Kuchen gebacken, eine Party gefeiert und waren anschließend noch in der Disko.
Alle organisatorischen Dinge liegen in den Händen von zwei Teamleitern. Sie sind nicht nur für die Finanzen zuständig, sondern kümmern sich zudem um das Essen oder die Planung der unterschiedlichen Ausflüge. Gekocht wurde ebenfalls international, jeder der Freiwilligen stellte ein landestypisches Gericht vor. „Vielleicht bin ich im nächsten Jahr Teamleiter“, hofft Alberto Flores, der sich schon auf seinen vierten Besuch in Altenessen freut.
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