Altenessen - Der Terroranschlag auf das Tor zum Guru

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In der Nähe des Gurdwara-Tempels in Essen.

Es ergibt keinen Sinn, sich mit geschehenen Dingen zu beschäftigen. Es zählt nur das Hier und Jetzt. Das hat mir ein Mann erzählt, der zu den Sikhs gehört.
Er lebt tugendhaft und will den Egoismus überwinden. Er sagt, dass man nur so inneren und sozialen Frieden erreichen kann.

Als der Sprengstoffanschlag auf den Sikh-Tempel in Essen passierte, war ich nur wenige hundert Meter davon entfernt, aber ich habe nichts davon bemerkt.
Heute versuche ich, das Geschehene auf mich wirken zu lassen.

Meine Suche in den Medien

Die TAZ kommentiert "Der Anschlag, der keinen interessierte".

Puja Kaur twittert als Kommentar auf eine Polizeiaussage "Islamistischer Terror richtet sich gegen alle. Deshalb war der Anschlag in Essen auf Sikhs nicht wirr!" Sie sagt auch, dass der Anschlag nicht für antimuslimischen Rassismus instrumentalisiert werden darf.

Beatrix von Storch von der AfD fragt auf Twitter "Wo bleibt der Aufschrei?".

Aufschrei

Ich sitze am PC und mein Inneres schreit auf. Es brüllt: "Sei ruhig, sei friedlich". Es fällt mir unendlich schwer und ich laufe in den Garten. Ich schaue auf die Blumen, die ihre Köpfe in Richtung des Gurdwara-Tempels in Altenessen strecken. Können sie mir etwas über Weisheit, Meditation, Frieden, Erlösung und meinen Egoismus sagen? Ich bin verwirrt, aber ich erkenne, dass ich viel ruhiger werden sollte.


Hier und jetzt & morgen

Morgen sollte der Tag sein, an dem sich die Sikh-Gemeinde mit einer Prozession einer großen Öffentlichkeit bekannt machen wollte. Schon heute spricht die Welt über diese Gemeinde.
Werde ich morgen an der seit Langem geplanten Prozession "Nagar Kirtan" durch die Essener Innenstadt teilnehmen? Mehrere Tausend Teilnehmer werden erwartet.

Ich versuche im Hier und Jetzt zu bleiben und lese ein Glaubensbekenntnis:
„Nur ein Gott, Wahrheit ist der Name,
Der Schöpfer ohne Furcht, Ohne Hass,
Unsterblich, Über Geburt und Tod,
Selbsterleuchtet, Offenbart
durch den wahren Guru."


Ich gehe jetzt wieder zu den Blumen.
Ich bete, dass die Opfer eine liebende Umarmung spüren mögen.
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7 Kommentare
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Norbert Hinz aus Wattenscheid | 22.04.2016 | 14:15  
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Sabine Hegemann aus Essen-Steele | 22.04.2016 | 14:24  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 22.04.2016 | 16:08  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 22.04.2016 | 20:07  
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Susanne Demmer aus Essen-Nord | 23.04.2016 | 17:05  
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Anastasia-Ana Tell aus Essen-Ruhr | 23.04.2016 | 17:10  
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Helmut Zabel aus Herne | 29.04.2016 | 20:05  
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