An der Köln-Mindener-Bahnlinie werden Lärmschutzwände gebaut

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Pfeiler werden entlang der Köln-Mindener-Bahnlinie gesetzt. Zwischen ihnen sollen die Elemente der Lärmschutzwände für eine deutliche Verringerung des Bahnlärms sorgen.

Um Lärmschutz geht es nicht nur an Autobahnen.Auch Anwohner in der Nähe von Bahnlinien sehnen ihn herbei. Wovon Karnaper bisher nur träumen können, das wird an der Köln-Mindener-Bahnlinie umgesetzt: Lärmschutzwände.

Andreas Walter wohnt nicht weit von den Gleisen entfernt,welche das Gebiet der Kokerei Zollverein von der Köln-Mindener-Straße und den dahinter gelegenen Siedlungen trennt. Dem Bezirksvertreter des Essener Bürgerbündnisses (EBB) geht es aber nicht nur um weniger Lärm, sondern auch um mehr Sicherheit. Und die erreicht man manchmal nur, indem man Tore schließt - endgültig.

Riskanter Durchgang wird geschlossen


„Im Zaun an den Kleingärten ist ein altes Tor, durch das vor allem Schüler gerne gehen, um über die Gleise schneller auf die andere Seite der Bahnstrecke zu gelangen“, weiß Walter. Der Weg über die an der Ecke Rahmstraße gelegene Fußgängerbrücke ist wesentlich weiter, wenn auch natürlich viel sicherer. Aber nicht nur junge, auch alte Menschen nehmen generell gerne den direkten Weg.
Damit diese Gefahr künftig nicht mehr besteht, habe die Deutsche Bahn zugesichert, dass diese Durchschlüpfmöglichkeit künftig nicht mehr bestehen werde, berichtet der Kommunalpolitiker.
Was nun die neuen Wände betrifft, so sollen diese bei den angrenzenden Häusern eine Verringerung des Lärms um über 50 Prozent bewirken. Andreas Walter: „Die Reduktion soll aber auch bei weiter entfernt Wohnenden deutlich spürbar sein. Um diese Reduzierung zu erreichen, sind übrigens für jeden Häuserbereich Gutachten bzw. Modellrechnungen erstellt worden, damit die Werte auch tatsächlich erzielt werden.“

Suche nach Blindgängern


Die Maßnahmen werden entlang der Köln-Mindener-Straße von der Einmündung der Rahmstraße bis ein Stück hinter der Einmündung der Bruchstraße vorgenommen. Walter: „Dabei werden nicht nur Löcher für die Fundamente der Pfeiler, das sind doppelte T-Träger, gegraben. Zudem wird eine Erkundungsbohrung durchgeführt, um festzustellen, ob in der Tiefe noch ein Blindgänger ist.“
Fünf Meter lange Rohre mit ca. 50 cm Durchmesser bildeten den Sockel, in den oberen Teil des Rohres würden die Pfeiler einbetoniert.
Erst auf der südlichen, dann auf der nördlichen Seite der Gleise werde gearbeitet. Die eigentlichen Wandstücke würden nach Maß hergestellt. Andreas Walter: „Die Lärmschutzwände haben eine Höhe von drei Metern.“

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Fotos: Renate Debus-Gohl
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