Anwohner der Heßlerstraße fordern Freigabe einer Fahrspur

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Bürgerversammlung an der Baustelle: Vertreter der Stadtwerke stellten sich der Diskussion mit Anwohnern.
Am Ende ihrer Geduld sind Anwohner der Heßlerstraße und Umgebung angekommen. Ihnen dauert die Vollsperrung wegen der Kanalbauarbeiten zu lange.
Dabei liegt alles im Zeitplan, wie Vertreter der Stadtwerke bei einem Ortstermin betonten. Die rund 20 Bürger jedoch monierten zum einen die Langsamkeit der Arbeiten („Zwei Mann und ein Bagger, das ist einfach zu wenig.“). Zum anderen ist die Vollsperrung ihrer Meinung nach seit langem schon unnötig.

"Manche fahren schon über den Bürgersteig"

„Schauen Sie doch, da passt ein Auto mühelos durch“, verweist ein Anwohner auf die Fahrbahn, auf der ein Container ‚parkt‘. Rot-weiße Baken verhindern die Passage neben dem eigentlichen Baustellenbereich.
„Aus gutem Grund“, erklärt Bauleiter Claus Focke, und Stadtwerke-Sprecher Dirk Pomplun ergänzt: „Wir machen das doch nicht, um Leute zu ärgern.“ Vielmehr bedeute die Öffnung einer Fahrbahn, dass auf der verbleibenden Spur der Bagger dann zu wenig Spielraum habe. Genau damit habe man nur wenige Meter weiter schon gefährliche Situationen erlebt.
Denn die Baustelle in der Heßlerstraße wandert und mit ihr die Sperrung. Momentan wird an der Einmündung Kuhlhoffstraße gearbeitet. Dort soll, so Claus Focke, noch vor Weihnachten die Baugrube geschlossen, die Fahrbahn geteert sein. Ab 6. Januar wird weiter gearbeitet, und zwar an der Einmündung Hegerkamp.

Teilöffnung wohl erst Ende Januar

„Dann öffnen Sie wenigstens über die Feiertage eine Fahrspur“, fordert Hermann-Josef Gröting unter dem Beifall der Umstehenden. Dirk Pomplun hält dagegen: „Die Vollsperrung stellt sicher, dass ab 6. Januar gleich weiter gearbeitet werden kann.“ Auch sei es zu kostspielig, für nur zwei Wochen eine Ampel einzurichten.
Immerhin auf eine erneute Prüfung lassen sich die Stadtwerker ein: „Wir schauen uns an, was machbar ist. Aber versprechen können wir nichts.“ Mit der Verschiebung von ein, zwei Baken sei das nicht getan, es gehe um den Großraum Baustelle mit Busumleitung usw.
An eines möchten weder sie noch die Anwohner dabei denken: an strengen Frost, der den Zeitplan komplett verschieben würde und somit auch die Teilöffnung Ende Januar.
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