Die CDU ist gegen die Fällung von 150 Bäumen im Zuge der Maßnahmen zur Absenkung des Grundwassers in Karnap

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Die CDU-Karnap hat mit Erschrecken zur Kenntnis genommen, dass im Zuge der Maßnahmen zur Absenkung des Grundwasserspiegels in Karnap bis zu 150 Bäume gefällt werden sollen. Im hohen Maße wären hiervon Straßen in der Stinnes-Siedlung, südlich der Arenbergstrasse und die Lohwiese betroffen. Sollten die Bäume wie geplant gefällt werden, wird der Charakter der Siedlungen in Karnap nachhaltig verändert, da Neupflanzungen an entsprechender Stelle nach Angaben der Stadtwerke eine Neupflanzung nicht möglich sei. Denn neue Bäume könnten die Dränagen wieder zerstören. Die ersten Fällungen sollen bis Ende Februar abgeschlossen sein.
Ob die Keller durch die Baumaßnahmen dauerhaft trockengelegt werden können, wollen die Stadtwerke nicht garantieren, da der Grundwasserspiegel nur um 50 cm abgesenkt werden soll, um bauliche Schäden an den angrenzenden Gebäuden zu vermeiden. Zudem würde durch die Baumfällung die natürliche Entwässerungswirkung der Bäume wegfallen.
Die CDU-Karnap sieht die Notwendigkeit, den von dem erhöhten Grundwasserspiegel betroffenen Hauseigentümern Entlastung zu verschaffen. Allerdings steht ihrer Ansicht nach die Umweltschädigung durch den Verlust der 150 Bäume in keinem Verhältnis zu der Tatsache, dass es keine Garantie für den Erfolg der Baumaßnahmen gibt. „Das diese Fakten bisher nicht bekannt gemacht wurden, ist ein Unding. Wir hätten mit diesem Wissensstand den Plänen nie zugestimmt“, erklärt der CDU-Ortsvorsitzende Jörg Uhlenbruch.
Die Baumaßnahme, bei der auf 4,2 km Leitungen in bis zu 6 m tiefen Gräben verlegt werden sollen, wird die Karnap mindestens bis zum Jahr 2016 belasten. Bei einem Projekt dieses Ausmaßes müssen vorab alle Belange berücksichtigt werden. Die CDU fordert die Verwaltung sowie die Stadtwerke auf, Bürgerbeteiligung ernst zu nehmen und gegebenenfalls die Pläne zu überarbeiten und auf die Fällung von Bäumen zu verzichten.
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