Diskussionsfreudiger Abend zum Thema: „Gibt es heute noch christliche Politik? Und wo steht hier die CDU?“

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Essen: Pfaarsaal der Kirche St. Stephanus | „In einer Zeit, in der sich unsere Gesellschaft immer weiter verändert, in der es neue Familienbilder gibt, in der der technische Fortschritt moralische Fragen aufwirft, müssen wir, die wir einen christlichen oder auch einen wertegebundenen Politikansatz wünschen, unsere Grundsätze immer wieder überdenken und diskutieren“, mit diesen Worte begründete Vorsitzender Marvin Schnippering das Thema „Gibt es heute noch eine christliche Politik? Und wo steht hier die CDU?“, dem die Junge Union Essen-Nord und ungefähr 30 Interessierte am Abend des 04.09.2013 nachgingen.
Als Referent war der Kupferdreher Ratsherr und Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Essen (EAK) Dirk Kalweit eingeladen.
Ein etwa 60 Minuten langes Referat Kalweits, in dem er durchaus auch kritische Worte zur eigenen Partei fand, bildete die Grundlage für eine weitere Diskussion.
Die Diskussion war breit gefächert und befasste sich unteranderem mit dem Einfluss der Kirche auf die Sozialpolitik, die defensive Position der Kirche durch gesellschaftliche Veränderungen und das veränderte Verhältnis der Kirchen zu den Unionsparteien, insbesondere seit Anfang der 80er Jahre.
Dirk Kalweit jeden Falls hielt als Fazit seines Vortrags fest, dass das Christentum durch seine starken Einflüsse auf unsere Kultur, unser Bildungswesen, unsere Sozialpolitik, unser Recht und weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens immer noch eine öffentliche Angelegenheit sei und dass wir vor der Aufgabe stehen muslimische Gläubige zu integrieren und gleichsam christliche Grundsätze nicht aufzugeben.
Mit Blick auf seine eigene Partei resümierte er, dass das „C“ in CDU der Realpolitik durchaus in manchen Fällen zum Opfer falle, christliche Themen jedoch in keiner Partei so intensiv diskutiert würden wie in der CDU, unter anderem kann hier die Parteitagsdebatte zur Pränataldiagnostik oder die Diskussionen zur verkaufsfreien Sonntagen im Advent genannt werden.
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