Erlass des Umweltministeriums zum Schutz freilebender Katzen - Kastrationspflicht für freilebende Katzen verhindert Tierleid

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Rolf Fliß, umweltpolitischer Sprecher der Essener Ratsfraktion der Grünen setzt für eine Kastrationspflicht für Katzen ein.
Essen: Essen-Mitte | Die Fraktion der Grünen setzt sich für die Einführung einer Verordnung zum Schutz frei lebender Katzen nach Tierschutzgesetz in Essen ein. Die Grünen haben einen entsprechenden Antrag für den ordnungspolitischen Ausschuss am 9. Dezember, den Umweltausschuss am 12. Januar und die Ratssitzung am 27. Januar eingebracht. Dazu erklärt Rolf Fliß, umweltpolitischer Sprecher der Ratsfraktion der Grünen:
„Eine Kastrations- und Registrierungspflicht für Katzen mit Freigang ist unerlässlich, um Tierleid abzuwenden.
Da Hauskatzen nicht für ein Leben in freier Wildbahn gerüstet sind, leiden die Tiere häufig unter Krankheiten, Unterernährung oder Verletzungen.

Entlastung des Essener Katzenschutzbundes wie des Albert-Schweitzer-Tierheims


Die Kastrations- und Registrierungspflicht würde auch wesentlich zur Entlastung des Essener Katzenschutzbundes sowie des Albert-Schweitzer-Tierheims führen, die regelmäßig an ihre Kapazitätsgrenzen bei der hohen Zahl an Fundkatzen gelangen. Fundtiere können so auch viel schneller an ihre Besitzer zurückgegeben werden.
Die Musterverordnung des NRW-Umweltministeriums bietet eine gute Basis zur Ausweisung von Gebieten zum Schutz freilebender Katzen in Essen. Das Problem der Katzen-Erfassung wird überbewertet. Das Umweltministerium erwartet hier keine personalintensiven Erhebungen durch die Stadtverwaltung. Vielmehr kann sich eine Verordnung zur Festlegung von Hotspots auf die bereits vorliegende hervorragende Datenbasis der Tierschutzvereine stützen.

Hotspots freilebender Katzen

Da das Umweltministerium einen fünf Kilometer-Radius um die festgestellten Hotspots mit erhöhten Aufkommen von freilebenden Katzen zieht, halten wir eine Festlegung des gesamten Stadtgebietes als Schutzgebiet für angemessen. Dies mindert auch den Verwaltungsaufwand.
Dass das Land die Kommunen auch bei den Kosten nicht im Stich lässt, zeigt sich an der von den Koalitionsfraktionen von SPD und Grünen angekündigten Verdopplung des Fördertopf der Landesregierung zur Katzenkastration im Rahmen der aktuellen Haushaltsberatungen des Landes.“


Link zum Antrag
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