Essen stellt sich quer zum Wahlkampfauftakt der AfD am 8. April in Essen

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Demonstration gegen den AfD-Parteitag, der im Februar diesen Jahres im Kongresszentrum der städtischen Messe GmbH abgehalten wurde.
 
Ein Infostand von "Essen stellt quer" bei einer früheren Veranstaltung der Grünen in der Lichtburg. Auf dem Altenessener Markt wird am 8. April eine durchaus umfänglichere Informationsoffensive gegen die Unruhestifter der AfD auf die Beine gestellt.
Essen: Altenessener Marktplatz | "Essen stellt sich quer", ein Bündnis gegen Rechtsextremismus, dass viele sonst politisch sehr verschiedene Gruppen und Parteien unserer Stadt zusammenfasst, wird den AfD-Wahlkampfauftakt im Essener Norden nicht kommentarlos geschehen lassen.

Essen stellt sich quer Pressemitteilung

Die AfD möchte ihren Landtagswahlkampf für NRW in Essen am 8. April auf dem Altenessener Markt beginnen. Prominente AfD-Vertreter sollen das Wort ergreifen um angeblich mehrere Tausend AfD-Anhänger für den Wahlkampf aufzuheizen.
Wir haben nach Durchsicht der Reaktionen auf unsere bisherigen Veröffentlichungen beschlossen, in erster Linie argumentativ mit der AfD umzugehen. Wir werden deshalb am 8. April in der Nähe des Altenessener Marktes einen Info-Point einrichten. Dort wird es Informationen, Argumente, Flyer und andere Materialien geben, um sich über die AfD und ihre rassistischen Ansichten zu informieren.
Wer immer möchte, kann dies dazu nutzen um der AfD bei ihrem Wahlkampfauftakt persönlich die Meinung zu sagen.

Unsere Meinung zur AfD:

Die Alternative für Deutschland wurde anfangs als „europakritische“ Partei von Professoren gegründet. Anfangs war DAS das Kernthema der AfD. Angriffe auf den Euro. Angriffe auf die Europäische Union. Angriffe auf Europa. Gallionsfigur der Partei war seinerzeit Bernd Lucke. Aber schon damals hat sich abgezeichnet, dass die Alternative für Deutschland neben Protestwählern und -wählerinnen auch Leute aus dem rechten Spektrum anzieht. Alte und neue Rechte. Fremdenfeinde und auch Nazis.
2015 gab es dann einen Showdown zwischen dem wirtschaftsliberalen Flügel um Lucke und dem rechtskonservativen Flügel um Frauke Petry. Durchgesetzt hat sich Frauke Petry und hat damit die AfD weit nach rechts gezogen.

AfD - keine Berührungsängste mit Rechtsradikalen und Nazis

Seitdem ist immer offenbarer geworden, dass die AfD besonders am rechten Rand fischt und keine Berührungsängste mit Rechtsradikalen und Nazis hat. Die Partei fabuliert inzwischen OFFEN davon Geflüchtete und in Deutschland Schutz Suchende an den Außengrenzen zu erschießen! Menschen, die vor den Folterkellern Syriens fliehen, Frauen, Kinder und Familien, die im Bombenhagel alles verloren haben: Freunde, Bekannte, Hab und Gut! Sie sind der Partei nicht nur egal. Sie werden direkt als Wirtschaftsflüchtlinge vermutet! Oder alleine aufgrund ihrer Herkunft oder Glaubens als Terroristinnen und Terroristen beschimpft!
DAS. IST. RASSISMUS! Wir wissen: RASSISMUS IST KEINE ALTERNATIVE!
Menschen, die vor Krieg, Hunger und Elend nach Deutschland fliehen, haben ein nicht verhandelbares Recht darauf hier Zuflucht zu suchen! Egal woher sie kommen. Egal welche Hautfarbe sie haben. Egal welchen Glauben sie haben!
Dass der Rassismus der AfD fruchtet und das öffentliche Meinungsbild immer weiter durch die Partei nach rechts verschoben wird, ist bedrückend: Björn Höcke, Geschichtslehrer und prominenter Vertreter des faschistoiden Flügels der AfD, spricht inzwischen öffentlich über das Holocaustmahnmal in Berlin als ein „Denkmal der Schande“. Noch vor ein paar Jahren hätte man solche Aussagen nicht hinausposaunt. Und man hätte sich zu recht dafür geschämt!

AfD spaltet die Gesellschaft

Revanchismus, Geschichtsklitterung und Antisemitismus sind zentrale Punkte des rechten Flügels der AfD. Und dieser rechte Flügel wird immer einflussreicher. Inzwischen gilt selbst Frauke als zu moderat, zu angepasst. Deswegen wird derzeit auch an ihrem Stuhl gesägt, um die Partei noch weiter nach rechts zu hieven!
Der AfD geht es vorrangig darum die Gesellschaft zu spalten: Menschen, die nicht heterosexuell sind, will sie Rechte vorenthalten. Sie bezeichnet das Eintreten für eine offene und tolerante Gesellschaft, in der auch beispielsweise Frauen Frauen und Männer Männer lieben als „Gender-Gaga“. Schulunterricht über Sexualität bezeichnet sie „Frühsexualisierung“. Sie steht für ein reaktionäres Familienbild, nach dem Frauen „endlich“ wieder ihren angestammten Platz am Herd einnehmen sollen. Und im Falle einer ungewollten Schwangerschaft nicht selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden dürfen!
Das sind fundamentalistische Positionen, die in einer aufgeklärten Gesellschaft nichts, aber auch wirklich gar nichts zu suchen haben!
Zwar ist die AfD in Umfragen gerade erstmals wieder im einstelligen Bereich. Großes Aufatmen allerorts. Aber eine Umfrage allein bedeutet noch keinen gesellschaftlichen Wandel. Und tatsächlich erzielt die AfD in Wahlen immer wieder gute Ergebnisse. Sie sitzt in mehreren Landesparlamenten und rechnet sich auch zur kommenden Landtagswahl in NRW gute Chancen aus einzuziehen. Besonderen Erfolg hat sie dabei bei Menschen in prekären Arbeitsverhältnissen und bei Erwerbsarbeitslosen. Doch die Politik, die die AfD vertritt, richtet sich besonders gegen diese Menschen!

AfD für die Verschärfung der Hartz-Gesetze

Die AfD wirbt für eine Verschärfung der Hartz-Gesetze, dem Ablehnen eines menschenwürdigen Mindestlohns und der weiteren Flexibilisierung am Arbeitsmarkt, beispielsweise in Bezug auf den Kündigungsschutz. Sie ist keinesfalls eine Partei der "kleinen Leute". Sie arbeitet gegen sie!
Für uns ist klar, dass die Alternative für Deutschland eine Partei ist, die unserem Bild einer offenen und toleranten Gesellschaft eklatant widerspricht.

RASSIMUS IST KEINE ALTERNATIVE!

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