Gesundheitsministerin Steffens zum Arbeitsbesuch beim Kinderschutzbund Essen

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Zu einem Arbeitsbesuch trafen sich Barbara Steffens, Gesundheitsministerin des Landes NRW, Annette Berg, Jugendamtsleitung der Stadt Essen, mit dem Vorstand des Essener Kinderschutzbundes, Prof. Dr. Ulrich Spie und Dr. Ulrich Kohns, sowie Vertretern der Betriebskrankenkassen im Therapiezentrum des Essener Kinderschutzbundes. „Im Kontext Kinderschutzarbeit gibt es zahlreiche Berührungspunkte zu Gesundheitsthemen“, betonte Ministerin Steffens. Im Mittelpunkt des Fachaustausches standen präventive Gesundheitsprojekte sowie die Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge. Angeregt wurden unterschiedliche Arbeitsansätze zur Gesundheitsversorgung der Flüchtlinge diskutiert. „Als Kommune sind wir zunächst mit der Unterbringung der Flüchtlinge gefordert“, so die Jugendamtsleiterin Annette Berg, „aber es zeigen sich unmittelbar gesundheitliche Problematiken, angefangen vom Impfstatus der Kinder bis hin zu den Flüchtlingen, die durch das Erlebte traumatisiert sind.“ Hier würden das Kindergesundheitsmobil, das regelmäßig die Essener Flüchtlingsunterkünfte anfährt und die Sozialen Dienste des Jugendamtes helfen, die für den Kinderschutz insbesondere auch der unbegleiteten Minderjährigen sorgen, sagte Berg. Ministerin Steffens skizzierte neue Projektansätze zur Bewältigung der unterschiedlichen Problematiken. „Insbesondere die traumatisierten Flüchtlinge sollten innerhalb der ersten sechs Monate mit entsprechenden Angeboten erreicht werden“, betonte die Gesundheitsministerin. Kinderarzt Dr. Ulrich Kohns stellte die medizinische Grundversorgung von Kindern und Müttern in den Mittelpunkt. „Wir sorgen uns insbesondere um Schwangere, junge Mütter mit Säuglingen und Kindern in den Flüchtlingsunterkünften“, so Kohns. Kinderärzte engagieren sich ehrenamtlich, um die Kinder in den Flüchtlingsunterkünften zu impfen. Der Kinderschutzbund sieht darüber hinaus einen elementaren Handlungsbedarf und plant den Ausbau seiner Gesundheitsprojekte auch für Flüchtlinge. „Grundsätzlich muss eine bessere und breitere medizinische Versorgung und Schutz der Schwangeren und Säuglingen, Mütter und Kindern in den Flüchtlingsunterkünften gewährleistet werden“, so Prof. Dr. Ulrich Spie, Vorstandsvorsitzender des Essener Kinderschutzbundes. Ministerin Steffens forderte alle Beteiligten auf, weitere Modellprojekte und Angebote zu entwickeln, um gemeinsam den großen Herausforderungen gerecht werden zu können
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