Hitler, Braunau und ich

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Die Aktualität ist im Cover nicht erkennbar. Müssen wir bei der Bundestagswahl mit einer Reinkarnation Hitlers rechnen. Denken wir an Orban, Erdogan oder die jüngsten Entgleisungen von Gauland.

Henning Burk arbeitete als Autor und Regisseur für ARD, ZDF, 3sat und arte. In seinen über 100 Fernsehdokumentationen behandelte er häufig die Zeit des Nationalsozialismus. Erst nach dem Tod der Mutter macht er sich auf die Suche nach der Wahrheit und offenbart in diesem Buch exemplarisch die Verstrickungen, in die seine Mutter in Weißrussland geraten war, und deren Ursprung in Braunau zu finden ist.

Burk gelingt ein roter Faden in seinen 30 Geschichten rund um seine Familie, Braunau und Hitler. Es ist eine der wenigen gut lesbaren Aufarbeitungen mit den Grausamkeiten mitten in Europa. Die seelischen Empfindungen und Verletzungen lassen sich erahnen unter dem großen Tuch des Schweigens der Eltern und Großeltern in der Nachkriegszeit.

Das Buch kann Anstoß sein, sich mit der eigenen Familie auseinanderzusetzen, sei es um die Sprachlosigkeit der Vorfahren zu verstehen, sei es die Schatten, die bis in die heutigen Tage reichen, zu erkennen.

Die Lektüre rüttelt auf, der Leser versteht den Untertitel: „Wenn ich gewusst hätte, was aus dem mal wird, hätte ich ihm die Nabelschnur um den Hals gelegt“. Wir Bürger sind gefordert.

Leseprobe.

Das Buch erscheint am 1.September 2017 im Westendverlag Frankfurt

Hörfunktermin 1.9.2017 16:20 Uhr Nordwestradio

Seitenzahl: 320
Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag, mit zahlreichen Fotos
ISBN.: 9783864891793

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