Kein weiterer Asylstandort in Heidhausen

Anzeige
Essen: Rathaus Essen | - Wiese an der Jacobsallee ungeeignet -

Die BAL - Bürgerlich Alternative Liste im Rat der Stadt Essen - unterstützt den Protest der Anwohner der Barkhovenallee/Jacobsallee in Heidhausen gegen den Bau einer weiteren Unterkunft für Asylantragstellende auf der Wiese neben der Jacobsgrundschule in Heidhausen. Diese Fläche ist aktuell auf Antrag der Grünen erneut auf die Asylstandortliste der Verwaltung gelangt, nachdem er in der jüngeren Vergangenheit bereits mehrfach geprüft und verworfen worden war.."Anstelle das Zeltdorf am Volkswaldplatz aufzulösen und diese Fläche für feste Bauten zur Unterbringung zu nutzen, die ohnehin schon feststehende Belegung der ehemaligen LVR-Klinik - ebenfalls Barkhovenallee - durch Nutzung nicht nur des Gebäudes, sondern auch des Geländes für Festbauten auszubauen, soll das Erweiterungsgelände neben der Jacobsschule verbaut werden," rügt BAL-Sprecherin Ratsfrau Dr. Elisabeth van Heesch-Orgass. Auch die tatsächliche Aufnahmekapazität des Kutel mit 1200 Personen, aktuell soll die Belegung mit 800 in diesen Tagen folgen, muss seitens der Stadt angesichts der Engpässe geprüft werden.

BAL für menschenwürdige Unterbringung in Wohnungen
"Wir haben uns stets für menschenwürdige Unterbringung von Zuwanderern und Flüchtlingen mit Bleibeperspektive insbesondere in Wohnungen ausgesprochen," ergänzt BAL-Ratsherr Marco Trauten.

Ablehnung des BAL-Antrages Überlastungsanzeige großer Fehler
Angesichts des seitens der Stadt nicht gebremsten Zustroms an Zuweisungen - die Ratsmehrheit hatte den BAL-Antrag auf Stellung der kommunalrechtlichen Überlastungsanzeige bei finanzieller und/oder organisatorischer Überforderung einer Kommune in der Dezember-Ratssitzung mehrheitlich abgelehnt - müssten nun jedoch zwangsläufig zur Vermeidung von Obdachlosigkeitssituationen alle Kapazitäten ausgeschöpft werden. Was die Stadtspitze mit dieser Herbeiführung einer Zwangssituation bezwecke frage sich. "Dadurch entstehen nun stadtweit Großeinrichtungen, die in keinster Weise integrationsförderlich sind oder dem sozialen Frieden dienen," kritisiert die BAL in aller Schärfe. Mit den Standorten Kutel, Volkswald, LVR-Klinik und Löwental und des dortigen enormen ehrenamtlichen Engagements zeige Werden und Heidhausen bereits überproportional starkes Engagement. Die Behauptung, der gesamte Essener Süden ziehe sich aus der Verantwortung, sei haltlos. "Tatsächlich ist es allerdings so, dass Werden und Heidhausen als Leuchttürme im Essener Süden stehen, der an anderen geeigneten Stellen außerhalb von Landschaftsschutzgebieten sicherlich noch Kapazitäten aufbieten sollte."
0
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
1 Kommentar
24
Christoph Merz aus Essen-Nord | 19.01.2016 | 16:42  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.