Klagen über Zustände auf der Baustelle am Neuhof

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Rasch geschlossen werden soll der neue Kanal - obwohl wenn er hinter dem Bauzaun ist. (Foto: Tanja Lindemann)
Es gibt schwierige Baustellen, und jene am Neuhof gehört dazu. Das liegt nicht unbedingt am Gelände, obwohl der Lehm dort, wie vom Investor zu hören ist, besonders hartnäckig klebt und entsprechend schwer von der Fahrbahn zu entfernen ist.
Schon die Vorgeschichte war von Streit geprägt. Wie berichtet hat die Evangelische Kirchengemeinde Katernberg ihr Gotteshaus abgerissen und eine Fläche an die Allbau AG verkauft, die Wohnungen baut. Darüber zerbrach der Gemeindefrieden, und auch Anwohner freuen sich nicht über die Veränderung in ihrer idyllischen Siedlung.
Dennoch war es lange Zeit ruhig am Neuhof. Nun aber gehen manchen die Umstände über die Hutschnur. Seit September 2011 habe sich Frust angehäuft, sagt Tanja Lindemann. Sie lebt seit mehr als 40 Jahren in der Straße und habe das immer genossen.

Jetzt jedoch klagt sie nicht nur über den in solchen Fällen unvermeidlichen Baulärm und Dreck, sondern auch darüber, dass „tagtäglich meine Ausfahrt in irgendeiner Form blockiert ist“. LKW, manchmal drei oder mehr, versperrten die Straße: „Oftmals konnte meine behinderte Tochter ihren Schulbus nicht erreichen, da wir nicht aus der Straße fahren konnten.“
Dieter Remy kennt als Sprecher der Allbau AG die Problematik. Man halte die Handwerker zu rücksichtsvollem Parken an: „Aber mehr als reden können wir nicht.“ Die Überwachung der Straßenverkehrsordnung könne man nicht übernehmen.
Noch problematischer findet Tanja Lindemann, „dass die Baustelle nach Feierabend und am Wochenende unzureichend abgesichert ist“. Gefährlich sei ein Kanalanschluss, der offen stehe und nicht von allen Seiten durch Bauzaun sichert sei. Die Baustelleneinfahrt sei offen.

Der Kanal solle in der Tat nicht offen sein, bestätigt Dieter Remy. Davon abgesehen aber werde die Baustelle regelmäßig von einem unabhängigen Sicherheitskoordinator kontrolliert und abends von einem Schließdienst abgesperrt. Als Investor sei man schließlich am guten Auskommen mit den Nachbarn interessiert. Sabine Pfeffer
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