Offener Brief an den Oberbürgermeister Reinhard Paß zum Gutachten von Rödl & Partner

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Gutachten von Rödl & Partner zu Einsparungen bei den Sport- und Bäderbetrieben.

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

wir waren am vergangenen Dienstag Zuhörer bei der öffentlichen Sitzung des Sportausschusses und haben uns die Ausführungen zu dem vorläufigen Entwurf des Gutachtens von Rödl & Partner angehört. Nackte Zahlen, keine neuen Erkenntnisse für die Mitglieder des Sportausschusses. Soziale Aspekte oder ehrenamtliche Tätigkeiten bleiben außen vor. Und dann die Aussage, die 200 %ige Erhöhung der Nutzungsgebühren bedeuten pro Mitglied 68 Cent.
Hallo???

Der FC Stoppenberg zahlt pro Jahr 2.800,00 an Nutzungsgebühren. Bei einer Erhöhung um 200 % sind es 8.400,00 €!!! Und wenn man es durch die Anzahl unserer aktiven Mitglieder(240) teilt, sind es 23,33 € pro Jahr, also 1,94 € pro Monat.
Die Grundlagen der Berechnung durch die Berater sind uns nicht bekannt.

Eine Beitragserhöhung um rd. 24,00 € pro Jahr führt dazu, dass sich viele Mitglieder aus unserem Verein abmelden, Wir haben in diesem Jahr bereits eine Beitragserhöhung um 24,00 pro Jahr auf unserer Jahreshauptversammlung beschlossen, um die allgemeinen Preissteigerungen seit der letzten Erhöhung im Jahre der Euro-Umstellung 2001 abzufangen.
Es gibt ja noch andere Kosten für einen Verein.



Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

Sie wissen, dass ein Fußballverein wie der FC Stoppenberg einen großen sozialen Beitrag für unseren Stadtteil leistet und in dem viele ehrenamtliche Helfer mehrmals in der Woche ihre Freizeit opfern und Kindern und Jugendlichen neben der sportlichen Ertüchtigung auch Sozialverhalten, Fairness, Respekt und Verantwortung vermitteln.

Sollten die Nutzungsgebühren derart angepasst werden, bleibt uns nur der Weg, die Nutzungszeiten an die Stadt zurückzugeben und auf dem Parkplatz vor der Sportanlage am Hallo zu trainieren oder durch den Wald zu laufen. Eine 200%ige Erhöhung können wir nicht stemmen! Darüberhinaus werden sicherlich viele Ehrenamtliche, die heute als Trainer, Betreuer oder Funktionäre tätig sind, „die Brocken hinschmeißen“. Unsere Kinder können dann wieder auf den Straßen rumlungern oder bestenfalls sich vor die PlayStation setzen.
Ach ja, und um die Flüchtlinge, die bei uns Fußball spielen, müssen sich andere kümmern.

Herr Oberbürgermeister, stoppen Sie diesen Wahnsinn!!!

Mit sportlichen Grüßen

FC Stoppenberg e.V.
Thomas Spitz, 1. Vorsitzender
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