Park- oder Marktplatz: Geteilte Ansichten gibt‘s über die Gestaltung der Neuen Mitte

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Viel freie Fläche, wenig Parkgelegenheit: Durch die Nutzung des Marktes als Autostellplatz soll die Neue Mitte aufgewertet werden. Fotos: Gohl
 
Birgt Potenzial: Der Karnaper Marktplatz.

Die Neue Mitte Karnap verheißt eine Belebung des Stadtteils: Zwei neue Geschäfte und eine Kita sind erst vor Kurzem entstanden, weitere Läden im Umfeld könnten folgen - wäre da nicht die Parkplatzproblematik. Reichen schon jetzt die Parkgelegenheiten vor Action und REWE nicht aus, könnte die direkt angrenzende Marktfläche Abhilfe schaffen.

Mit Kita, REWE und Action hat die Neue Mitte Karnap Ende letzten Jahres deutlich an Qualität gewonnen, auf allen Seiten herrscht Hoffnung auf Wachstum. Einziger Hemmschuh scheint die Parksituation zu sein. Bisher gibt es 66 Parkplätze direkt vor den Filialen von Action und REWE, ein kleiner Abschnitt vor der Kita Timpestraße musste zur Einhaltung dieser Mindestvorgabe extra eingezäunt werden. Einig ist man sich, dass der Marktplatz zur Besserung der Problematik beitragen sollte, verschiedene Meinungen gibt es dazu, wie die Nutzung aussehen könnte.
Stephan Duda, Vorsitzender SPD-Karnap, sieht gerade in der vollständigen Öffnung des Marktes eine Chance: „Das wäre ein Anfang, der ganz Karnap für den Einzelhandel interessanter machen würde. Entlang der Karnaper Straße gibt es viele leere Geschäfte. Der Einzelhandel, der dort entstehen könnte, wird durch die Parkplatzproblematik zurückgehalten.“
Die Stände selbst möchte der Ortsvorsitzende dafür nicht aufgeben, ein Vorbild könnte Borbeck sein: geparkt wird dort nur außerhalb der Marktzeit. Duda hätte dafür den Mittwoch und den Freitag im Auge.

Zwischen Kita und Marktfläche

Zugleich möchte der SPD-Mann die Sicherheit der Kinder gewährleisten. Derzeit ist die angrenzende Kita bloß durch einen provisorischen Bauzaun von Geschäften und Parkgelegenheiten abgegrenzt. Würden hier noch mehr Autostellplätze entstehen, bräuchte es eine dauerhafte Abgrenzung.
Trotzdem sollte der Markt nicht vollständig geöffnet werden, um eine durchgehende Verbindung zwischen Karnaper- und Timpestraße zu schaffen, findet Duda: „Ich plädiere dagegen. LKW könnten auf die Idee kommen, durch die Straße zu fahren.“ Damit würde erneut eine Gefährdung der Kinder einhergehen. Seine Vorschläge will Duda heute in die Fraktion einbringen, danach soll der Plan den Weg durch die politischen Gremien machen.

Zwiegespalten

Ganz andere Ideen zur Parkplatzsituation hat das Essener Bürger Bündnis, wie EBB-Ratsherr Michael Schwamborn erläutert: „Hier geht es darum, ein Gesamtkonzept für Parken und Marktplatz zu entwickeln.“ Teil dieses Konzepts ist ein Umbau des Wohnumfelds, die EBB steht dafür bereits in Kontakt mit einem Bau­unternehmen.
Dabei soll der Bereich zunächst in zwei Hälften geteilt werden, eine fürs Parken, die andere für die Stände. Zusätzlich könnte auch die Sparkasse bei einer nahenden Modernisierung eine größere Fläche benötigen, in einem solchen umfassenden Plan fände das Berücksichtigung. Schließlich hofft Schwamborn auf eine Aufhübschung des Umfelds: „Das ist doch derzeit nicht schön. Wir möchten ein ordentliches Erscheinungsbild, damit es sich für die Geschäfte auch lohnt.“ Neben weiteren Geschäften hofft der EBB-Ratsherr so auf eine Reaktivierung des Marktpatzes als soziale Fläche.
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