Pläne zur A 52 sind eine Rolle rückwärts

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(Foto: Rainer Sturm/pixelio.de)

DIE LINKE sieht Gladbecker Ratsentscheidung auch für Essen kritisch

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Essen hält den Gladbecker Ratsbeschluss für den Bau der A 52 quer durch die nördlich von Essen gelegene Stadt bis an die Essener Stadtgrenze für problematisch. Dadurch wird mit großer Wahrscheinlichkeit zusätzlicher Verkehr insbesondere auf die Gladbecker Strasse gebracht werden. Der Gladbecker Ratsbeschluss beruht auf den neuen Überlegungen des Bundesverkehrsministeriums, das den Bau der A 52 neu doch in den Bundesverkehrswegeplan aufnehmen will.

„Kaum ist die Bindungswirkung des Gladbecker Bürgerentscheids gegen den Bau der A 52 von 2013 abgelaufen, dreht der Gladbecker Stadtrat das Rad mit großer Mehrheit zurück,“ so Wolfgang Freye, für DIE LINKE im Planungsausschuss. „Diese ,Rückwärtsrolle‘ löst kein Verkehrsproblem, denn die A 52 wird als Transitautobahn für den Fernverkehr zusätzlichen Verkehr ins Ruhrgebiet bringen. Umso unverständlicher ist es, dass auch die Gladbecker Grünen dem Beschluss zugestimmt haben. In Essen wird absehbar der Druck für den Weiterbau der A 52 wachsen. Das ist völlig inakzeptabel, denn hier würde die A 52 den Essener Nordosten zerschneiden und die Lebensqualität von Tausenden Einwohner/innen beeinträchtigen.“

Aus Sicht der Fraktion DIE LINKE. Essen ist es fatal, dass der Planungspolitische Sprecher der Essener CDU-Ratsfraktion, Uwe Kutzner, genau auf diesen Druck spekuliert und schon darauf setzt, die A 52 „in einem Guss“ durch Essen weiterzubauen. Stattdessen sollte die Essener Politik sich deutlich gegen diese Entwicklung äußern, zumal es ziemlich sicher ist, dass ein Lückenschluss der A 52 durch Essen in Tunnellage vom Bund nicht finanziert würde.

„Wenn sich die SPD nach der Abwahl von Reinhard Paß endlich dazu durchringen würde, die A 52 abzulehnen, gäbe es im Rat eine Mehrheit dagegen,“ so Wolfgang Freye weiter. „Wir brauchen eine andere Verkehrspolitik, die nicht einseitig auf den Autoverkehr setzt und Alternativen zum Ausbau der A 52 entwickelt. Das Bürgerforum Gladbeck hat ein ganzes Maßnahmenpaket u.a. zur Stärkung des Nahverkehrs vorgelegt, das zur Entlastung der B 224 führen würde. Diese Vorschläge sollten in den Verkehrsministerien des Bundes und des Landes endlich Gehör finden. Die Ausbaupläne der A 52 jedenfalls gehören in die Schreibtischschublade und nicht mehr in den neuen Bundesverkehrswegeplan“
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