Planfeststellung A 52 Bottrop - Gladbeck: Termin offen - Eigenaktivität gefragt

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Auch wenn jetzt erst mal "nur" für Gladbeck und Bottrop geplant wird - die Autobahn-Verkehrslawine kann auch von Norden näher kommen.
 
Joachim Drell - seit Jahrzehnten an vorderster Bürgerinitiativenfront und natürlich auch bei den Grünen gegen den Weiterbau der A 52 aktiv.
Essen: Altenessen/ Grenze Karnap | Während das Planfeststellungsverfahren für die A 52 in Essen mangels Realisierungschancen eingestellt wurde und das eingeleitete Planfeststellungsverfahren für den Abschnitt Essen-Nord-Bottrop ruht, will man jetzt ein neues Verfahren für einen neuen kurzen Abschnitt Bottrop-Gladbeck/A 2 einleiten. Gegenwehr ist gefragt!

Dies ist verkehrspolitisch auch deshalb kontraproduktiv, weil es andernorts einen hohen Investitionsbedarf in die verkehrliche Infrastruktur von Bahn und Kraftfahrzeugen gibt, um das vorhandene Verkehrsnetz überhaupt aufrecht zu erhalten. Neben dringenden Sanierungsprojekten insbesondere an Brückenbauwerken sind zusätzliche neue Projekte sind nur verantwortbar, wenn sie zu nachhaltiger Verbesserung der verkehrlichen Infrastruktur beitragen. Dass ist bei der A 52 und den jetzt im Fokus stehenden Nordabschnitten dieser als Ruhrgebiets-Transitstrecke gedachten Autobahn nicht der Fall.
Der in der Gladbecker Presse genannte frühest mögliche Termin 20. Oktober für die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens für den willkürlich neu definierten Planungsabschnitt der A 52 „Stadtgrenze Bottrop bis zum Anschluss an die A 2 in Gladbeck“ wird nicht wahrgenommen. Eine entsprechende öffentliche und fristgerechte Ankündigung durch die Stadt Gladbeck ist bisher nicht erfolgt. Somit bleibt offen, wann die Offenlegung der neuen Pläne tatsächlich offiziell durchgeführt wird.
Seitens der Bürgerinitiativen gegen die A 52 und der „Mobilität Werk Stadt e.V.“ gibt es Einvernehmen darüber, dass man sich aufgrund der willkürlichen Abschnittsbildung auch in Essen an der Sammlung von Einsprüchen beteiligen soll.

Planungseinsprüche auch in Essen sammeln!

Die GRÜNEN Essen unterstützen dieses Vorgehen unabhängig von den nicht nur aus Essener Sicht unglücklichen Festlegungen zur A 52 in Koalitionsvertrag des RVR. Wir lehnen als Essener GRÜNE wie bisher alle geplanten neuen Teilstücke der A 52 ab und stehen natürlich in den Startlöchern, um den Widerstand gegen diese Planungen weiter zu aktivieren.
Da auch ein paar Meter Autobahn in Bottrop für das neue Verfahren in Anspruch genommen werden sollen, sind die BürgerInnen in Bottrop und Gladbeck sowieso berechtigt, Anregungen und Bedenken / Widersprüche gegen den Autobahnbau anzumelden.

Angemessene BürgerInnenbeteiligung auch für Essen notwendig

Wir werden frühzeitig darüber informieren, wann der Startschuss für dieses weitere Kapitel der langen A 52-Geschichte abgefeuert werden soll und welche Fristen gelten, damit eine angemessene Bürgerinnen-Beteiligung auch in Essen erfolgt.
Auch wenn das Planfeststellungsverfahren für die Essener „A 52 Trasse“ eingestellt wurde, hätte die Fertigstellung des gesamten Abschnitts der A 52 zwischen dem Kreuz Essen-Nord und der A2 in Gladbeck für die Stadt Essen erhebliche verkehrliche Zusatzbelastungen zur Folge:

Mehr Verkehr auf A 42 und auf der Gladbecker Straße

Neuer Druck auf den weiteren A 52 Ausbau auch in Essen.


Altenessen und Vogelheim wird quasi mehr Verkehr vor die Füße gekippt. Nicht nur aus Gründen der Solidarität, sondern genauso im Interesse unserer Stadt Essen sind wir jetzt gefragt, uns aktiv in den Widerstand gegen dieses Autobahnausbau-Verfahren einzubringen. jod
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