Radschnellweg RS1 – GroKo bremst weiter im Essener Eltingviertel

Anzeige
Wie lange dauert die Fertigstellung des schnellsten Radwegs durchs Revier in Essen?
 
Wird das Land NRW nach Rot-Grün weiterhin den Bau und die Planung von Radschneelwegen fördern - Zweifel sind angebracht!
Essen: Blumenfeldstraße | Zwei positive Ergebnisse gibt es von der Sitzung des Planungsausschusses (ASP) am 18.Mai zu vermelden. Der Ausschuss bestätigte zwei Ergebnisse der interfraktionellen Arbeitsgruppe zum RS1, demzufolge der Brückenbau über die Gladbecker Straße als Anbindung im Westen und eine Lösung für die die Gleisanbindung von Evonik als Hindernis im Osten forciert werden sollen.
Diese Informationen sind am 5. April in einem Gespräch Straßen NRW weitergegeben worden.
Unstrittig war auch die Verwaltungsvorlage zum Thema RS1 und der Prüfung der baulichen Alternativen im Eltingviertel.
Soweit die Gemeinsamkeiten. Ansonsten drückten CDU und SPD nicht gerade auf die Tube. Man solle doch eher mit 3 bis 5 Jahren Bauzeit für die Brücken rechnen (mit dem üblichen Erfahrungen/Schlendrian)
Ernsthafte Bemühungen um beschleunigte Abläufe sehen anders aus. Das angepeilte Ziel, den RS1 bis 2020 fertig zu stellen, löst bei der GroKo wie beim Planungsdezernenten keine besonderen Anstrengungen aus, sondern vermittelt den Eindruck von Fatalismus

SPD und CDU ziehen durch

Hatten SPD und CDU ursprünglich beantragt, die Variante 3 mit dem Bau des Radwegs über Dächer und Hochhäuser mit Priorität zu prüfen, so verschlimmbesserten sie diesen Antrag durch eine Änderung zwei Tage vor der ASP-Sitzung. Nun soll eine weitere Variante geprüft werden mit einer ebenerdigen Führung des RS1 im Eltingviertel nach Abriss des kompletten Bahndamms. Der Antrag stößt bei GRÜNEN, Linken und FDP auf Ablehnung. Auf die Argumente der GRÜNEN geht Ratsherr Kutzner (CDU) ein. Er sieht auch, dass die neue Variante möglicherweise scheitern könne, weil weder die Finanzierung für den Abriss des Bahndamms –warum sollte das Land oder ein Investor diese Zusatzkosten übernehmen - noch die Machbarkeit gesichert seien. Christoph Kerscht (Grüne) stellte klar, dass wegen des zu großen Gefälles diese Variante nicht mit den Kriterien für Radschnellwege zu vereinbaren ist. Am Abstimmungsergebnis änderte dies jedoch nichts: GroKo allein und unbeirrt gegen die gesamte Opposition. Nicht gehört wurden dabei auch Stimmen aus dem Viertel.

Auch die Interessengemeinschaft Nördliche City hatte sich im Vorfeld der Sitzung gegen die von der GroKo bis dato bevorzugte Variante 3 wegen einer zu dichten Bebauung ausgesprochen. Sie schlägt (wie Grüne u. ADFC auch) nur einen Teilrückbau des Bahndamms vor. Das Teilstück zwischen Altenessener Straße und der hochfrequenten Gladbecker Straße könnte als ´Highline´ für die Bevölkerung des Viertels durch eine intelligente Gestaltung als kleine Grünzone erhalten bleiben. Zugleich wäre eine Verbindung zwischen dem Eltingviertel und dem Universitäts-Viertel zeitnah realisierbar!

GRÜNER Antrag bleibt auf der Strecke

Der Antrag der GRÜNEN im Sinne des ADFC nach Bau der Brücke und des Umbaus des notwendigen Evonik-Gleisanschlusses eine provisorische Führung des RS1 im Eltingviertel durchzuführen, um eine schnelle Realisierung sicher zu stellen, wurde von der GroKo und der FDP abgelehnt. Dieser Antrag sollte ermöglichen, den Verlauf des Radwegs mit der angestrebten Bebauung bei deren Verwirklichung gegebenenfalls ändern zu können. Eine Begründung von SPD und CDU: Wenn der Brückenschlag an der Gladbecker Straße eh drei bis fünf Jahre dauert, dann sei man auch in der Planung zur weiteren Bebauung des Eltingviertels und der Suche nach einem Investor fündig geworden. Dieser blauäugige Optimismus steht im vollkommenen Gegensatz zur Gleichgültigkeit bezüglich der Bauzeit für die Brücke über die Gladbecker Straße. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
2
Diesen Mitgliedern gefällt das:
1 Kommentar
4.066
Walter Wandtke aus Essen-Nord | 20.05.2017 | 22:21  
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.