Rat beschließt "angepasstes Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen"

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Die Zeltdörfer, die ursprünglich bis Frühjahr 2017 aufgegeben werden sollten, können bereits bis zum 7. Oktober leergezogen werden: Vaestestraße in Burgaltendorf, an der Hamburger Straße in Frohnhausen und der Levinstraße (Bild) in Gerschede. (Foto: BK-Archiv)
Essen: Rathaus Essen |

Wie bereits berichtet, hat der Rat der Stadt Essen angesichts von aktuellen Entwicklungen der Flüchtlingszahlen über ein "angepasstes Konzept zur Unterbringung von Flüchtlingen im Stadtgebiet" beraten. Nach dem gestrigen (28. September) Beschluss wird folgendes passieren.

Die Bauvorhaben von Flüchtlingsunterkünften an folgenden Standorten werden bis auf weiteres zurückgestellt:

Prosperstraße (150 Plätze, Stadtbezirk IV),
Hubertstraße (250 Plätze, Stadtbezirk I),
Antropstraße (100 Plätze, Stadtbezirk VIII),
Lahnbeckestraße (200 Plätze, Stadtbezirk VII),
Wallneyer Straße (400 Plätze, Stadtbezirk IX),
Spielkampsweg (400 Plätze, Stadtbezirk III),
Vaestestraße (400 Plätze, Stadtbezirk VIII),
Beisekampsfurth/ Matthias-Stinnes-Stadion (400 Plätze, Stadtbezirk V).
Gänzlich eingestellt werden die Vorhaben an dem Standort Im Fatloh im Stadtteil Bedingrade.

Gleichzeitig wird die Bebauung der Heißener Straße mit Flüchtlingsunterkünften bis auf weiteres zurückgestellt. Das bereits eingeleitete Bebauungsplanverfahren soll weiter geführt werden.
Ein Teil des Grundstücks an der Erbslöhstraße soll einer städtebaulichen Entwicklung zugeführt werden. Im Einvernehmen mit den dort ansässigen Kleingärtnern soll dort Wohnbebauung entstehen.

Abbau der Zeltdörfer

Bereits leergezogen sind die Zeltdörfer: Planckstraße in Holsterhausen, Altenbergshof im Nordviertel und Pläßweidenweg in Horst.
Planmäßig abgebaut werden die Zeltdörfer:
Am Volkswald in Heidhausen (8.10.), an der Erbslöhstraße in Altenessen (4.11.), im Beisekampsfurth in Karnap (11.11.) und in der Bonifaciusstraße in Schonnebeck (15.11.).
Die Zeltdörfer, die ursprünglich bis zum Frühjahr 2017 aufgegeben werden sollten, können bereits bis zum 7. Oktober leergezogen werden: Vaestestraße in Burgaltendorf, an der Hamburger Straße in Frohnhausen und der Levinstraße in Gerschede.

Weitere Entscheidungen

Der Rat hat außerdem beschlossen, eine Anmietung zum Opti-Gewerbepark nicht weiter zu verfolgen. Erste Sondierungsgespräche haben ergeben, dass eine befristete Anmietung der Unterkunft zur Unterbringung von Flüchtlingen aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll sei.
Verlängert werden die bestehenden Verträge des Handballleistungszentrums an der Raumerstraße in Frohnhausen (bis 30.4.2017), des Bildungshotels Karolinger Straße im Nordviertel (bis 31.8.2017) sowie des Berufsförderungswerkes der Bauindustrie Lüschershofstraße in Bergeborbeck (bis 31.8.2017).
Die Verwaltung will darüber hinaus alternative Standortkonzepte für einzelne der bisherigen Übergangswohnheime überprüfen. Die Planungen sollen sowohl dringend notwenigen Wohnungsbau berücksichtigen als auch den Bedarfen nach Schul- und Kindergartenplätzen gerecht werden. In den kommenden Monaten sollen dazu Einzelentscheidungen durch den Rat getroffen werden.
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Gottfried Czepluch aus Essen-Ruhr | 29.09.2016 | 20:08  
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