Schulentwicklung: Verwaltung sollte nachsitzen

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(Foto: Dieter Schuetz/pixelio.de)

Linke Fraktion fordert Handlungsprogramm anhand aktueller Zahlen

Nach Ansicht der linken Fraktion handelt es sich beim neuen Schulentwicklungsplan eher um einen Sachstandsbericht als um eine Planung, wie sich die Schulen in den nächsten Jahren entwickeln sollen. Sie stellt deshalb für die morgige Ratssitzung einen Ergänzungsantrag.

„Die Verwaltung sollte nachsitzen. Denn für die Zukunft der Schulen brauchen wir ein Handlungs- und Investitionsprogramm und nicht nur einen Sachstandsbericht, der zudem auch noch Lücken aufweist“, stellt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Ezgi Güyildar fest. „Wir wollen eine Erfassung der tatsächlichen Bedarfe für die Stadtbezirke beim Offenen Ganztag und eine Prognose über die Zahl der zu beschulenden Flüchtlingskinder. Auch der seit langem geforderte und beschlossene Sachstandsbericht zur Inklusion gehört in diesen Plan und muss auf alle Schulformen ausgeweitet werden. Deshalb fordern wir in einem zweiten Schritt einen Maßnahmenkatalog zur Deckung der Bedarfe und einen entsprechenden Investitionsplan.“

Wie unvollständig der Schulentwicklungsplan ist, wird daran deutlich, dass die Zahl der zu beschulenden Flüchtlingskinder noch auf dem Stand vom März dieses Jahres ist. Seit dem Sommer steigen die Zahlen aber enorm und sind auch für das nächste Jahr so prognostiziert. Auch wird der tatsächliche Bedarf am Offenen Ganztag nicht ermittelt, obwohl eine anhaltende und nicht zu stillende Nachfrage attestiert wird.

„Sollte dieser Plan so beschlossen werden, ist er bereits jetzt Makulatur, da allein schon durch die nicht berücksichtigten Flüchtlingszahlen der Raumbedarf zu niedrig angesetzt wird. Soll der Bedarf am OGS angemessen gedeckt und verbessert werden, ist mit mehr Raum und Qualität zu kalkulieren als bisher“, so Ezgi Güyildar abschließend.
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