Stickoxid-Grenzwertüberschreitungen an der Gladbecker Straße

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Mit grünen Bäumen am Rand und im Sonnenschein sieht die Einmündung Bamlerstraße in die Gladbecker Str. gar nicht so giftig aus, wie sie tatsächlich über die vielen Jahre übermäßiger Verkehrsbelastung für die AnwohnerInnen ist. Die modernen Feinstaubgiifte aus den Auspuffanlagen der LKW und PKW sind leider auch geschmack- und geruchlos. Sie schädigen sozusagen besonders heimtückisch. Da wäre es schon besser, wir sorgten dafür, dass künftig mehr Fahrzeuge über die anwohnerarme Bottroper Straße fahren.
Essen: Altenessen |

Grüner Ratsherr Christoph Kerscht: Den Schwerlastverkehr über Bottroper Straße und Berthold-Beitz-Boulevard lenken!

Angesichts der permanenten Überschreitung der Grenzwerte beim gesundheitsschädlichen Stickstoffdioxid an der Gladbecker Straße erklärt Christoph Kerscht, Vorsitzender des Umweltausschusses der Stadt Essen und Mitglied der grünen Fraktion im Regionalverband Ruhr (RVR):

„Die extreme Belastungssituation bei Stickoxiden und Feinstaub an der Gladbecker Straße erfordert sofortiges Handeln. Lokale Lkw-Fahrverbote sind dabei denkbare, aber nicht ausreichende Maßnahmen. Der Ruf nach der A 52 in diesem Zusammenhang ist reine Augenwischerei. Denn wer verspricht, eine solche Autobahn könnte innerhalb der nächsten 20 Jahre gebaut werden, verkennt vollkommen die Realitäten. Wir Grüne haben bereits letztes Jahr einen Vorschlag zur deutlichen Entlastung der Gladbecker Straße gemacht, der sich kurzfristig umsetzen ließe. So könnte der überörtliche Verkehr, insbesondere der Schwerlastverkehr, über die A 42 und ab der Anschlussstelle Bottrop Süd über die Bottroper Straße und den Berthold-Beitz-Boulevard gelenkt werden. Die Mehrbelastung von Borbecker und Bottroper Straße sowie des Berthold-Beitz-Boulevards würde deutlich weniger Anwohnerinnen und Anwohner belasten, da hier entlang fast nur Gewerbe liegt.

Die Schadstoffbelastungen an der Gladbecker Straße dürfen allerdings nicht isoliert betrachtet werden. Wir treten vielmehr für ein integriertes Gesamtverkehrskonzept möglichst im Verbund mit unseren Nachbarkommunen ein. Aus diesem Grunde begrüße ich auch, dass die RVR-Verbandsversammlung in ihrer letzten Sitzung am 15. März die Erstellung eines regionalen Mobilitätsentwicklungskonzepts für die Metropole Ruhr auf den Weg gebracht hat.“
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