Bis Ende November Teilnahme noch möglich - ADFC-Fahrradklimatest 2014

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Die Stadt Essen hatte bislang in punkto Fahrradfreundlichkeit keinen sonderlich guten Ruf. 1991 hatte sie bei der damals initiierten Umfrage unter Deutschlands Radlern die „Rostige Speiche“ als fahrradunfreundlichste Stadt erhalten. Das aber ist 23 Jahre her. Angesichts der damals eingeleiteten Wende in der Radverkehrspolitik gibt es seither in Essen spürbare Fortschritte zu verzeichnen. Dennoch hat es auch immer wieder Rückschläge gegeben, weswegen die Stadt nach wie vor unter besonderer Beobachtung steht. Bei der letzten Umfrage des ADFC vor zwei Jahren fand sich die Stadt mit der Note „Vier“ im unteren Mittelfeld wieder. Nun richtet der ADFC zum sechsten Mal seine bundesweite Umfrage zum Fahrradklima in deutschen Städten aus. Wie also wird sich Essen in diesem Jahr behaupten können?

Es ist nicht die einzige Prüfung. Bereits seit 1995 ist die Stadt Mitglied in der „Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundlicher Städte“ (AGFS) in NRW. Um dort Mitglied zu sein, müssen recht anspruchsvolle Kriterien in Sachen radfahrgerechter Verkehrspolitik erfüllt werden, was dann auch alle sieben Jahre überprüft wird. Eine derartige Prüfung hat Essen nun Ende Oktober ohne nennenswerte Blessuren überstanden und kann daher weitere sieben Jahren in der AGFS verbleiben.

Eine andere Hürde heißt „Grüne Hauptstadt Europas“. Im ersten Anlauf ist Essen knapp gescheitert. Dem Vernehmen nach war einer der Gründe dafür die Verkehrspolitik, wobei der nach wie vor bestehende Nachholbedarf beim Radverkehr eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben dürfte. Nun hat jüngst die Stadt beschlossen, einen zweiten Anlauf hin zur „Grünen Hauptstadt Europas“ zu wagen. Man darf gespannt sein, ob dies zu einem verstärkten Engagement beim Radverkehr führt – sowohl in personeller Hinsicht als auch bei den anstehenden Etatberatungen.

Ganz aktuell sind aber auch Essens Bürger gefragt, ob sie ihre Stadt mittlerweile als fahrradfreundlich ansehen oder ob ihrer Meinung nach die Defizite immer noch überwiegen. Bei der aktuell durchgeführten Umfrage des ADFC zum Fahrradklima in deutschen Städten sind Dinge wie „Macht in Ihrer Stadt das Radfahren Spaß?“, „Werden im Winter die Radwege geräumt?“ oder „Gibt es häufig Konflikte mit Fußgängern oder Autofahrern?“ gefragt. Und um ein wirklich repräsentatives Bild von der Radfahrsituation zu erhalten, sollten möglichst viele Radlerinnen und Radler aus Essen mitmachen! Bis Ende November kann man den 27 Punkte umfassenden Fragebogen auf www.fahrradklima-test.de> herunterladen und ausdrucken oder auch direkt online ausfüllen, er ist aber auch beim Essener ADFC im „Verkehrs- und Umweltzentrum“ am Kopstadtplatz erhältlich.

Text: Jörg Brinkmann (ADFC Essen)
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