Die "Icons" sind groß und hungrig: EBE stellt 100 neue Papierkörbe auf

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Vorarbeiter Horst Baltissen (li.) und Romano Sera montieren den Neuen mit Metallband an einer Laterne vor der Lichtburg.
 
v. l. n. r.: Dieter Groppe (Essen Marketing), Kay Dzick (EBE-Projektkoordinator), Uwe Unterseher-Herold (EBE-Geschäftsführer), Anja Wuschof (Leiterin der EBE-Straßenreinigung), Horst Baltissen (EBE-Vorarbeiter) und Michael Kellermann (Vorsitzender des EBE-Betriebsrates) Fotos: Stadt
Sie sind schlicht anthrazit, robust und richtig groß: Eine Hundertschaft neuer Papierkörbe montierten die Entsorgungsbetriebe Essen in der Essener Innenstadt.

Sie ersetzen die rund 20 Jahre alten, kleineren Behälter. Damit gewinnen die Fußgängerzonen und einige angrenzende Bereiche entlang der Hauptachsen viel Papierkorbvolumen dazu. Die Neuen bieten künftig zusätzlich ein Viertel mehr Platz: 6.000 Liter zusätzlich!

Schon wieder etwas Neues: Erst vor wenigen Tagen versah die EBE rund 3.000 Kunststoff-Papierkörbe in ganz Essen mit diversen flotten Sprüchen, die im Rahmen eines Bürger-Wettbewerbes zusammen mit der „Grünen Hauptstadt Europas“ ausgewählt wurden. Sie sollen die Aufmerksamkeit der Passanten für die Papierkörbe auf augenzwinkernde Art erhöhen. Drei EBE-Teams waren samt Projektleiter den ganzen Sonntag in der City unterwegs, um in einer konzertierten Aktion sämtliche „ollen“ Papierkörbe zu erneuern. Die beiden Männer des ersten Wagens schraubten nach und nach die Behälter ab und luden sie auf den Langwagen.

Modell „Athen“ wird eingezogen, teilweise repariert und aufgearbeitet, um dann an anderer Stelle noch einmal nützlich zu sein. Für die hochfrequentierte Innenstadt aber waren diese Körbe zuletzt zu klein. Die beiden EBE-Folgewagen sind daher bis zur Oberkante beladen mit den neuen Körben namens „Icon“. Diese werden hübsch ordentlich einer nach dem anderen von vier Kollegen an den City-Laternen befestigt. Anja Wuschof, Leiterin der EBE-Straßenreinigung, erläutert den Hintergrund: „Wir tragen hier dem geänderten Freizeitverhalten Rechnung. Die Menschen sind heute mehr und länger draußen als früher, inzwischen das ganze Jahr über. Da entstehen einfach mehr Abfälle.“

Ausreichend Abfallvolumen für das Leben 'to go'

„Viele essen und trinken ja oft unterwegs“, fasst Geschäftsführer Uwe Unterseher-Herold zusammen, 'Wir leben 'to go' und dafür muss ausreichend Abfallvolumen da sein. Wir erwarten, dass sich diese Steigerung sichtbar positiv auf die Sauberkeit der Innenstadt auswirkt.“ Diese Erwartung hegt auch der „Arbeitskreis Innenstadt“ unter Leitung der Essen Marketing Gesellschaft mbH, in den die EBE sich einbringt. Dort wurde die Erkenntnis, dass die alten Körbe zu klein geworden sind, in die konkrete Austausch-Idee transformiert.

Und so sind die Neuen jetzt größer: Quadratisch kommen sie daher, sind anthrazit lackiert und fassen 100 Liter. Anders als die alte Besatzung verfügen die neuen Modelle „Icon“ über einen inneren Eimer, in dem ein EBE-Sack aus Recycling-Kunststoff („low density polyethylen“, kurz: LDPE) steckt. Dieser wird bei der Leerung ausgetauscht, niemand muss mehr den gesamten Korb an die Ladekante des Autos wuchten wie bisher. „Eine deutliche Erleichterung für die Kollegen in der Reinigung“, kommentiert Projektkoordinator Kay Dzick, der den Austausch von der ersten Stunde an begleitet hat.

Neben dem Rundum-Einwurf-Schlitz verfügen die Körbe im Deckel über einen Ascher, um Zigaretten auszudrücken. „Die Nutzung ist von allen Seiten aus möglich“, so Anja Wuschof. „Das erlaubt den schnellen Einwurf und macht es so den Passanten leicht.“ Sie setzt auf das Plus der Neuen: „Das Erscheinungsbild der Innenstadt wird optisch aufgewertet durch die edlen Behälter. Sie sind groß und hungrig“, sagt sie mit einem Augenzwinkern. Ihre Botschaft: „Bitte füttern!“

Fakten:

Die neuen Papierkörbe (Kosten: 50.000 Euro) stehen in den Fußgängerzonen Kettwiger/Limbecker/Viehofer Straße, Kennedyplatz und den angrenzenden Bereichen. Statt 60 Liter bieten sie 100 Liter Raum. Das macht ein Plus von 6.000 Litern (25 große haushaltsübliche Mülltonnen à 240 Liter). Schutzlack soll das Anhaften von Grafitti und Aufklebern erschweren.
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