Feuer in Frillendorfer Wohnheim war Brandstiftung: 25-jährige Bewohnerin festgenommen

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Das Feuer in einem Wohnheim an der Manderscheidtstraße in Essen-Frillendorf ist absichtlich gelegt worden, wie die Polizei mitteilt: von einer Bewohnerin, die dabei selber verletzt wurde.

In der Nacht zu Mittwoch (20. Mai, 00:18 Uhr) bekam die Polizei Kenntnis von einem Feuer in einem Wohnheim an der Manderscheidtstraße. Kurz darauf traf der erste Streifenwagen am Einsatzort ein und unterstützte sofort einen 45-jährigen Oberhausener, der als verantwortliche Nachtwache den Brand bemerkt und die Rettungskräfte alarmiert hatte. Unterstützt wurde er von einem weiteren Bewohner, der gerade nach Hause kam. Die Sirene des Rauchmelders alarmierte gerade noch rechtzeitig die beiden Retter.

Rauchmelder alarmierte Ersthelfer


Im Obergeschoss hatten beide bereits eine 25-jährige Bewohnerin aus ihrem brennenden Zimmer gezogen, weitere schlafende Bewohner geweckt und versucht, die Brandstellen zu löschen. Polizisten unterstützten sofort die Rettungsmaßnahmen in dem stark verrauchten Haus und trugen die bewusstlose, junge Frau ins Freie. Sie, weitere elf Mitbewohner, die quasi gerade noch rechtzeitig
evakuiert werden konnten, und die beiden Ersthelfer, wurden sofort von den eintreffenden Rettungssanitätern medizinisch versorgt, während die Feuerwehr mit den Löscharbeiten begann.

Die junge Frau musste selber vor Rauchgasen gerettet werden


Die Brandermittler des Kriminalkommissariats 11 übernahmen die weiteren Ermittlungen, die zur Festnahme der verletzten 25- jährigen Bewohnerin führte. Nach bisherigem Ermittlungsstand war die junge Frau gegen Mitternacht nach Hause gekommen und hatte dann an mehreren Stellen in ihrem Zimmer Feuer gelegt. Durch die Rauchgase brach sie in ihrem Raum zusammen. Vermutlich legte die junge Bewohnerin vorsätzlich den Brand, um sich und die schlafenden Mitbewohner durch das Feuer zu töten. Ein Brandsachverständiger bestätigte, dass eine Nichtentdeckung bereits wenige Minuten später zu einem Vollbrand des Zimmers geführt hätte und die Rettungswege damit nicht mehr passierbar gewesen wären.

Haftbefehl wegen versuchten Mordes


Die zuständige Staatsanwältin beantragte am Donnerstag (21. Mai) beim Essener Amtsgericht einen Haftbefehl wegen versuchten Mordes und schwerer Brandstiftung, der von dem zuständigen Haftrichter erlassen wurde.
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