Hund Cindy schwer verletzt durch Köder mit drei Rasierklingen

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Cindy ist ein acht Jahre alter Malteser-Yorkshire-Mischling. Bei einem Spaziergang verschlang sie einen Köder, der mit Klingen gespickt war. (Foto: Heße)

Einer vierstündigen Notoperation musste sich eine kleine Hündin unterziehen, nachdem sie bei einem Spaziergang in Katernberg einen mit drei Rasierklingen gespickten Köder verschlungen hatte.

Es ist eine dieser Horrorgeschichten, wie sie pausenlos durch die Sozialen Medien geistern. Meist ohne konkret zu werden. Für Sabrina Heße und ihre Familie aber wurde dieser Horror zur erschreckenden Realität - vor allem für ihre kleine Hündin Cindy.

Als Sabrina Heße am Dienstagvormittag, 4. August, mit dem Malteser-Yorkshire-Mischling die übliche Runde drehte, sah sie, wie Cindy auf einer Wiese an der Josef-Hoeren-Straße in Höhe der Bruchstraße etwas schnappte und verschlang: „Es sah aus wie ein Stück Fleisch, wie man es beim Gulasch hat.“

Ausgelegt auf einer Katernberger Wiese


Danach ging es ganz normal nach Hause. Erst später stellte die Familie fest, dass Cindy viel ruhiger als sonst war und vermutete eine Erkrankung. Noch in der Annahme, es könne sich um einen Infekt handeln, suchte Sabrina Heße am nächsten Tag, am Mittwoch, mit der Hündin eine tierärztliche Praxis auf. Die dortigen Maßnahmen erschienen ihr aber nicht ausreichend, und so führte der nächste Weg in eine Tierklinik. Mit erschreckendem Befund: „Beim Röntgen waren drei Klingen zu sehen, zwei im Magen, eine im Darm.“ Da Cindy vor dem Spaziergang gefressen hatte, richteten die scharfen Metallstücke im Magen weniger Schaden an, der Darm aber wurde aufgeschlitzt, berichtet die Besitzerin.

Notoperation an Magen und Darm


Während das achtjährige Tier operiert wurde, erstattete seine Besitzerin Anzeige bei der Polizei - gegen unbekannt. Eine Nachbarin machte sich an die Erstellung eines Aushanges, um andere Bewohner im Stadtteil zu warnen. Sabrina Heße: „Vor etwa zehn Tagen hat mich ein Pärchen angesprochen und vor Ködern im nahen Wald gewarnt. Aber da gehen wir eigentlich nie her.“
Die Wiese, das weiß sie jetzt aus grausamer Erfahrung, ist auch nicht sicher.


INFO:
„Wenige Fälle, viele Gerüchte“, sind der Polizei in Bezug auf Köder, die mit Gift oder verletzenden Gegenständen versehen sind, bekannt. Man erhalte wohl jede Woche Hinweise aus Essen oder Mülheim, berichtet Pressesprecher Lars Lindemann, doch nur selten erstatte jemand Anzeige: „Und wenn ein Hund verletzt oder vergiftet wurde, täte der Besitzer das bestimmt.“

Auch in der Tierärztlichen Klinik Apelt in Altenessen müssen - zum Glück - nicht viele derartige Fälle behandelt werden. In den letzten zwei Jahren waren es wohl drei.
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Dieter Böhm aus Essen-Nord | 07.08.2015 | 17:25  
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