Lehrstellenbörse hat ein vielfältiges Angebot

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Zur Lehrstellenbörse werden auch in diesem Jahr viele Interessenten erwartet - und erhofft.
Auch 2013 ist es für Jugendliche schwierig, passende Lehrstellen zu finden. Auch können seit Jahren vermehrt Ausbildungsstellen im Handwerk nicht besetzt werden, da nicht genug ausbildungsfähige junge Leute zu finden sind. Deshalb ist es für Jugendliche und handwerkliche Betriebe wichtig, den Weg zu einander zu finden.


Aus diesem Anlass führt die Kreishandwerkerschaft gemeinsam mit der Agentur für Arbeit und dem JobCenter wieder ihre traditionelle Lehrstellenbörse durch.
Die 35. Veranstaltung dieser Art, die am Freitag, 17. Mai, ab 15 Uhr im Haus des Handwerks an der Katzenbruchstraße 71 stattfindet, bietet die Möglichkeit, mit Ansprechpartnern diverser Ausbildungsstätten in Kontakt zu kommen und sich von Fachleuten der Arbeitsagentur und des JobCenters beraten zu lassen.
In handwerklichen Berufen gibt es noch Auswahl. „Derzeit können wir 91 freie Lehrstellen anbieten, die uns gemeldet wurden. Wir rechnen bis Freitag jedoch noch mit einigen weiteren Zusagen der Betriebe“, stellt Ulrich Meier, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, klar.

Im Handwerk gibt es noch Auswahl

In diesem Jahr haben besonders Maler und Lackierer eine große Chance, da bereits 27 Lehrstellen angemeldet wurden. Für Unentschlossene, die sich ihrer beruflichen Zukunft noch nicht sicher sind, gibt es im Vorfeld der Lehrstellenbörse die Gelegenheit, Werkstätten im Haus des Handwerks zu besuchen und dort Gespräche mit den Ausbildern und Auszubildenden zu führen.
Um der schwierigen Lage am Arbeitsmarkt Rechnung zu tragen, appellierte die Kreishandwerkerschaft in ihrer Befragung, die im Vorfeld an die Betriebe verschickt wurde, zusätzliche Lehrstellen bereitzustellen. „Man kann davon ausgehen, dass ungefähr 40 Prozent der handwerklichen Betriebe in Essen ausbilden. Das ist deutlich zu wenig. Wir würden uns wünschen, dass die verantwortungsvolle Aufgabe der Ausbildung in Zukunft von weiteren Betrieben übernommen wird“, so Ulrich Meier.
Dabei spielt auch der demographische Wandel eine große Rolle, wie Max Benda von der Arbeitsagentur weiß. „Da nach wissenschaftlichen Schätzungen im Jahre 2025 etwa zwei Millionen Fachkräfte am Arbeitsmarkt fehlen, sollte frühzeitig vorgesorgt werden. Das Ausbilden hat Vorteile für beide Parteien. Bei einer Übernahme könnten die Betriebe den Auszubildenden eine Zukunftsperspektive bieten und hätten sich gleichzeitig qualifizierte Fachkräfte für morgen gesichert.“

(Text: Nolin Wischermann/ Fotos: Gohl)
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