Verantwortung für Klima übernehmen

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In der Kopstadt-Passage gleich neben dem Forum Kunst und Architektur befindet sich die Klimaagentur-geschäftsstelle. (Foto: E.Brochhagen/ Stadtbildstelle)
„Die Klimaagentur möchte den Bürgern Hilfe anbieten, damit sie Verantwortung übernehmen können für eine energieeffiziente Stadt“, bringt es Professor Dr. J. Alexander Schmidt vom Institut für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen auf den Punkt. Eine Geschäftsstelle der Klimaagentur wurde jetzt am Kopstadtplatz eröffnet.
„Ein ambitioniertes Ziel dieser Stadt ist es, den CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren“, betont Bürgermeister Rudolf Jelinek. Essens Umweltdezernentin Simone Raskob verweist darauf, dass ein Klimaschutz laut aktueller Gesetzeslage in NRW Pflichtaufgabe sei. Laut Ratsbeschluss von 2009 soll in Essen bis zum Jahre 2020 der CO2-Ausstoß um 40 Prozent reduziert werden. Derzeit liege man bereits bei einer Reduktion von 23 Prozent so Raskob.
Das Klimaschutz auch Bürgersache ist, versteht sich von selbst. Die Geschäftsstelle der Klimaagentur im Ladenlokal der Kopstadt-Passage unmittelbar neben dem Forum für Kunst und Architektur soll ab sofort Anlaufstelle für alle Belange des Klimaschutzes sein:
Von der Beratung rund ums Energiesparen über den Einsatz erneuerbarer Energien bis hin zu klimafreundlicher Mobilität. Die Nähe der geschäftsstelle des ADFC ist daher willkommener Zufall.
Unterstützung gibt es auch vom Institut für Stadtplanung und Städtebau der Universität Duisburg-Essen. Professor Dr. J. Alexander Schmidt freut sich über die Zusammenarbeit mit der Stadt und nennt konkrete Beispiele, wie Bürger von der Klimaagentur profitieren können. „Wie kann ich mein Haus optimal energetisch sanieren, welche Förderprogramme gibt es, die z.B. bei wenig Geld, das zur Verfügung steht, greifen, wo gibt es Fahrradwege, an wen wende ich mich mit Fragen zu Carsharing?“
Die Aspekte rund ums Klima sind vielfältig. Eine Stärke der Klimaagentur ist sicher die Erstellung individueller Handlungspläne zum Thema Energieeinsparung oder auch energetische Gebäudesanierung. Das kann helfen, im Alltag Energie und vor allem auch Kosten zu sparen.
Die Beratung erfolge kostenlos und kompetent, betont die Klimaagentur als Einrichtung der KlimaWerkstadtEssen. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.
Als Projektpartner sitzen in Essen unter anderem die EVV, die Allbau AG, die EVAG, die Stadtwerke und auch das KWI mit im Boot. Geöffnet hat die Geschäftsstelle am Kopstadtplatz dienstags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 14 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr.
Für den 13. Juli ist ein Aktionstag rund um den Klimaschutz geplant, vom 29. Juni bis 19. Juli wird regelmäßig für ein gutes Klima geradelt. Einzelheiten dazu im Internet auf: www.klimawerkstadtessen.de
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Hermann Schmidt aus Essen-West | 03.06.2013 | 10:45  
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