++ ALTERNATIVE POSTFAKEFAKTEN AUS DER GRÜNEN HAUPTSTADT ++

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Ist das die Lösung für die Menschen im Essener Norden?

++ Eilmeldung ++
Geheime Telefonmitschnitte aus der Weltstadt des Mittelmaßes an Trinkhalle aufgetaucht. Hier das schockierende Material:

„Hallo Simönchen, meine kleine Umweltschnecke, wir haben ein Problem.“

„Probleme? Kenn ich nicht. Da lass ich Gras drüber wachsen und gut ist. Und grün auch.“

„Aber der Stickstoffdioxid-Wert auf der Gladbecker Straße lag heute Morgen wieder bei fast 100 und die WAZ und andere Medien schreiben schon wieder ganz böse Dinge darüber.“

„Thommy-Baby, bleib ruhig, ich mach das schon.“

„Aber die reden schon vom „täglichen Reizgasanschlag“ und von Körperverletzung mit Todesfolge.“

„Duuuurchatmen, Zuckerschnütchen, in den Kommentaren wird das Thema „Gesundheit“ doch kaum angesprochen. Ich schwöre auf alle Osterglocken am Baldeneysee, das Vernebeln der Tatsachen wird auch weiterhin klappen. Das mit der geplanten „Riesenangst vorm Dieselfahrverbot“ läuft doch schon reibungslos. Wir müssen nur noch mehr Tempo machen und bei den Autofahrern häufiger streuen, dass schon morgen bei denen jemand anklingelt und ihnen das Auto unterm Arsch weg zieht, hahahaha, diese Autofahrer sind so leicht zu manipulieren.“

„Mönchen, Mönchen, ich habe da ein ungutes Gefühl. Ich glaube, wir haben das jahrzehntelange Wegschauen und Wegschieben einfach übertrieben. Selbst Du hast doch schon vor sechs Jahren große Töne gespuckt, was zu ändern wäre und getan hast Du nichts.“

„Papperlapapp, nur weil die Doofen aus dem Essener Norden das Gift nicht mehr wollen, heißt das noch lange nicht, dass wir etwas ändern. Wie sollen denn Starbucks, Ikea und Primark beliefert werden, hä? Etwa über Bredeney oder die Bocholder Straße?“

„Was weiß denn ich? Bin ich der grüne Hauptstadt-Gott? Aber ich habe echt Schiss. Stell‘ Dir mal vor, da schreibt morgen einer darüber, was wir alles NICHT gemacht haben.“

„Jetzt reicht es aber, Thomas, wir bleiben bei unserer Taktik des funktionierenden Nord-Süd-Gefälles. Ich lenke jetzt erstmal vom Thema „Gladbecker Straße“ ab und erzähle ganz viel über die A40. Dann verweise ich wie immer auf Prüfungsaufträge, zucke mit den Schultern und rede am laufenden Band über grün, grün, grün, grün, grün, grün und Radwege. Den Rest erledigt der Dobrindt.“

„Aber die Menschen werden vergiftet.“

„Ja, Dummerle, zum Glück Menschen. Stell Dir mal vor, das wären Hunde. Kaum vorstellbar, was hier abginge, wenn das so laufen würde wie bei den Giftködern. Vertrau mir, ich rette uns schon über die anstehenden Wahlen und das Grüne Hauptstadtjahr. Für die Doofen in der NO-GREEN-AREA fällt mir schon was ein. Hauptsache, die Autofahrer stehen auf unserer Seite und das machen die im Moment doch ganz famos. Boh, was knüppeln die auf die Feinstaub-Opfer ein, einfach klasse. Und vom Lärm redet im Moment gar keiner. Besser geht’s doch kaum, mein Schatzepummel.“

„Och, Simönchen,……….“

„Jetzt halt die Klappe! Wenn die Presse fragt, verweist Du zuerst auf die Verantwortung der gesamten Region, dann aufs Land, dann auf den Bund und dann auf die EU. Zwischendurch redest Du ein wenig über alte Zeiten, wo es überall ganz furchtbar schmutzig war und schon hast Du alle schwindelig geredet. Das klappt wie am Schnürchen. Und wenn die ersten im Essener Norden am Feinstaub krepieren, schieben wir das auf die Armut. Bäääm!“

„Und die verpassten Chancen? Tempo 30 auf der Gladbecker Straße, eine Umleitung für LKW, Blitzer, ein neuer Asphalt, mehr Pflanzen oder zwei Dauerpendelbusse mit eigener Spur und Radwege? Können wir das weiterhin verschweigen?“

„Ja, ja und nochmal ja! Und jetzt ist aber wirklich Schluss. Und zu Deiner Beruhigung: Ich stell dem schwachen Norden jetzt ein paar Zäune mit Blattwerk-Aufdruck auf die Straße. Das werden die gar nicht schnallen mit dem Plastikgrün. Die sind da alle so saudumm, ich kann das manchmal gar nicht fassen, wie wenige Kinder es da aufs Gymnasium schaffen. So, wir sehen uns dann zur Maiglöckchen-Parade. Ich schick Dir noch ein paar VIP-Plastikbändchen rüber. Und nicht vergessen: Wenn Du gleich bei der Handwerksinnung bist, immer schön Angst machen. Erzähl bloß nichts über Ausnahmeregelungen oder so. Tschüssi, mein Hasenfüßchen.“

„Tschööö, Umweltengelchen.“

"Tschüssi, Puderzuckerflöckchen, bleib gesund."
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