Yoga zwischen Bücherregalen: Altenessen mit ungewöhnlichem Programm bei Nacht der Bibliotheken

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Yoga in der Stadtteilbibliothek: Birgit Schulzenborgmühl (Mitte) vom Samyama-Zentrum in Altenessen gab Malgorzata (l.) und Joanna Czupryniak eine Einführung. Foto: Gohl

Kürzlich stand in ganz Nordrhein- Westfalen die traditionelle Nacht der Bibliotheken auf dem Programm. Die Stadtbibliothek Altenessen hatte durchgehend von 10 bis 23 Uhr geöffnet und bot einiges an Programm für die Besucher.

Von 10 Uhr bis 22 Uhr konnten die Teilnehmer Crossboccia spielen. Mit Sandsäckchen statt Kugeln ging das Turnier über Bücherregale, Tische und Treppen.

Crossboccia auf dem Programm

Um 19.30 Uhr begann der wohl interessanteste Programmpunkt. Die Besucher hatten die Möglichkeit, Yoga in der Bibliothek zu machen. Klingt erstmal ungewöhnlich. Klaus Matthey, Leiter der Bibliothek hatte dafür allerdings eine einleuchtende Erklärung: „Die Nacht der Bibliotheken findet alle zwei Jahre in Nordrhein- Westfalen statt, jedes Jahr wird ein Thema vorgegeben. Das Thema in diesem Jahr war Emotionen. Also überlegte ich, wie ich Emotionen mit einer Bibliothek verbinden konnte und so kam ich auf Yoga. Die Bewegungen beim Yoga und die Verbindung von Körper und Geist passen genau zu einer Bibliothek.“
Birgit Schulzenborgmühl des Altenessener Samyama Zentrums stellte Matten zur Verfügung, so dass jeder teilnehmen konnte. Auf leicht verständliche Weise erklärte sie, wie man sich zu positionieren habe und zeigte den Teilnehmern verschiedene Übungen. So mancher brachte sein Wissen mit ein.
Malgorzata Czupryniak und ihre Tochter Joanna machten mit. Spontan entdeckten sie, dass die Bibliothek geöffnet war und da fiel ihnen die Nacht der Bibliotheken ein, auf die sie durch einen Flyer aufmerksam gemacht worden waren.

Gar nicht ungewöhnlich

Eigentlich brauchte die Tochter nur ein Buch, die Mitarbeiter der Bibliothek waren aber so nett, dass man schon zusammen Crossboccia spielte und später auch beim Yoga teilnahm. Malgorzata Czupryniak erklärt: „Ich bin sportlich sehr interessiert und fand eigentlich Yoga in einer Bibliothek gar nicht ungewöhnlich“. Sie fände es sogar gut, wenn es in jeder Bibliothek eine Ecke gäbe, in der man ein paar Übungen machen könnte, oder wo man sich einfach entspannen könnte.
Das Programm dauerte rund anderthalb Stunden. Zum Schluss stand gegen 22 Uhr eine unterhaltsame Info- Comedy- Stunde mit Abenteuer, Bewegung und Live-Musik für Jugendliche und Erwachsene auf dem Programm. Die Mitarbeiter der Bibliothek gaben sich viel Mühe, die Besucher zu unterhalten. Klaus Matthey hofft bei der nächsten Nacht der Bibliotheken, auf noch mehr Interessenten und Teilnehmer, sodass einem ausgewogenen, netten Abend nichts im Wege steht.

Text: Larissa Schmitz
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