2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Wohnbau Baskets bringen Bears Glück - Endlich der erste Sieg für die Bären -- Bären-Nachwuchs siegt gegen Quakenbrück und führt die Tabelle in der Oberliga an

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Topscorer Markus Pungercar (Mitte) trug mit 45 (!) Punkten zum Erfolg bei; links Nachwuchsspieler Hannfrieder Briel, der wie Pungercar nach 5 Fouls vorzeitig vom Feld musste.
 
Die „Wohnbau Baskets Glücksbringer“ (v. re.) Lukas Klöß und Chris Alexander im Interview mit Bears-Hallensprecher Rainer Grebert
  Essen: Sporthalle Nord-Ost-Gymnasium | 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga: Wohnbau Baskets bringen Bears Glück - Endlich der erste Sieg für die Bären --- Bären-Nachwuchs siegt gegen Quakenbrück und führt die Tabelle in der Oberliga an

Die Hot Rolling Bears Essen können es doch noch. In der 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga besiegten sie in einem spannenden und hochdramatischen Spiel die SG Ahorn Panther Paderborn in eigener Halle mit 67:61 (15:13, 26:17, 15:13, 11:18) und fuhren nach vier Niederlagen in Folge den ersten Sieg ein. Durch diesen Erfolg lösen sie sich vom Tabellenende und belegen den 6. Platz mit 2:8 Punkten, punktgleich mit Meppen und Paderborn.

Hallen- und Pressesprecher Rainer Grebert begrüßte vor dem Spiel die beiden Wohnbau Baskets Spieler Lukas Klöß und Chris Alexander. Beide hatten zuvor noch nie ein Rollstuhlbasketballspiel live gesehen und waren begeistert. Zusammen mit weiteren Wohnbau Baskets Fans feuerten sie die Bears bis in die letzte Spielminute lautstark an.

Nachdem die Bears in der letzten Woche, gegen den ASV Bonn, bereits am Sieg geschnuppert hatten, sollte gegen die Panther der erste Saisonsieg her. Die Essener begannen konzentriert, vergaben aber in den Anfangsminuten immer wieder einfache Korbversuche und lagen Mitte des Viertels mit 6:9 zurück. Es musste etwas passieren. Die Bears stellten taktisch um, kamen immer besser in die Partie und konnten mit der Viertelsirene erstmals mit 15:13 in Führung gehen.

Nach der Pause war es dann erneut der Gast, der die ersten Akzente setzen konnte und schnell mit vier Punkten in Front ging. Doch dann begannen die „Pungercar Festspiele“. Der Topscorer der Bears erzielte 12 Punkte in Folge und brachte seine Mannschaft mit 29:21 in Führung. Paderborn kam zwar in den folgende Minuten wieder besser ins Spiel, konnte aber gegen Markus Pungercar nur wenig ausrichten, der mit seinem zweiten Dreier den Halbzeitstand von 41:30 erzielte.

Im dritten Viertel vergaben die Bears viele einfache Korberfolge und verpassten so eine frühzeitige Entscheidung. Paderborn versuchte wieder ins Spiel zurück zu kommen, doch scheiterte das Team immer wieder an der gut eingestellten Bearsverteidigung. Erneut war es Markus Pungercar, der mit seinem dritten Dreier die letzten Bears-Punkte erzielte und auf 56:43 erhöhte.

Dann zu Beginn des letzten Spielabschnitts ein Riss im Spiel der Bears. Paderborn verkürzte schnell auf 51:57 und war auch in den folgenden Minuten das bessere Team. Zu allem Überfluss verloren die Essener Topscorer Markus Pungercar mit seinem fünften persönlichen Foul und 45 erzielten Punkten. Anschließend folgte der zweite Center, Hannfrieder Briel, so dass die Bears mit einer kleinen Aufstellung gegen die Riesen der Panther verteidigen musste. Doch das Team stemmte sich vehement dagegen und brachte den Vorsprung über die Zeit. Am Ende feierten die Essener einen verdienten 67:61 Heimsieg und verabschiedeten sich vom Tabellenende.

Die Punkte erzielten: Pungercar (45), Quali (11), Dogan (4), Hillmann (2), (Baumann (2), Fengels (2), Biswane (1), Briel, Maul, Eikelboom


2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga-Nord – Ergebnisse und Tabelle – 5. Spieltag:
Hannover United - ALBA Berlin 56 : 46 (34:21)
ASV Bonn - Baskets 96 Rahden 44 : 74 (25:38)
RSC Osnabrück - Emsland Rollis Baskets 60 : 49 (27:24)
H.R.B. Essen - SG Ahorn Panther Pad/Bi 67 : 61 (41:30)
1. Hannover United 10 : 0 316 : 213
2. RSC Osnabrück 8 : 2 228 : 225
3. Baskets 96 Rahden 6 : 4 340 : 279
4. ASV Bonn 6 : 4 278 : 282
5. ALBA Berlin 4 : 6 244 : 253
6. H.R.B. Essen 2 : 8 303 : 343
7. Emsland Rolli Baskets Meppen 2 : 8 254 : 302
8. SG Ahorn Panther Pad/Bi 2 : 8 259 : 325

Am kommenden Wochenende ruht der Ligabetrieb im Rollstuhlbasketball; es stehen Pokalspiele an. In der ersten Runde des DRS-Pokal (vergleichbar mit dem DFB-Pokal im Fußball) müssen die Bears nach Achim bei Bremen

Samstag, 15.11.2014, 13.oo Uhr,
ALBA Berlin – Hot Rolling Bears Essen,
Sporthalle Uphusen, Arenkamp 1, 28832 Achim.

Mit dem Ligakonkurrenten ALBA haben die Bears noch eine Rechnung offen. Das Auftaktspiel in dieser Saison ging in Berlin knapp verloren (wir berichteten). Das soll im Pokal anders werden. Nicht, weil „im Pokal andere Gesetzte gelten“. Nein, Trainer Mimoun Quali hat sein Team auf die Begegnung gut vorbereitet; es wurden Spielszenen anhand der Video-Aufnahmen aus dem Auftaktspiel analysiert und eingeübt. „Wir wissen, wo wir die Fehler gemacht haben. Die werden uns nicht wieder passieren. Ich bin von einem Sieg gegen ALBA überzeugt“, so sein Kommentar.

Anders sieht es dann in der zweiten Runde aus, die direkt am Nachmittag ausgespielt wird. Im Falle eines Erfolges träfen die Bären um 15.oo Uhr auf den Sieger der Partie BG Baskets Hamburg – RSC Oldenburg. Vermutlich wird der Erstligist Hamburg (zurzeit Platz 5 in der Tabelle der 1. Bundesliga) gegen den zurzeit Dritten der Regionalliga-Nord keine Probleme haben und in die zweite Runde einziehen.

Dazu Trainer Quali: „Wenn wir in die zweite Runde kommen, dann wollen wir auch mehr. Hamburg ist der Erstligist, die Hanseaten haben etwas zu verlieren, wir nicht. Und das könnte unser Vorteil sein“.


Oberliga-West

In der Rollstuhlbasketball-Oberliga-West beisiegte die Nachwuchsmannschaft der Bears die Dragon Wheelers Quakenbrück mit 41:36 (11:7, 12.8, 10:9, 8:12). Mit einem nie gefährdeten Sieg konnte Trainer Quali im letzten Viertel durchwechseln und allen Spielern Einsatzzeiten geben.

Durch diesen Sieg sind Bären Spitzenreiter und wollen in den beiden Spielen am kommenden Samstag, 15.11.2014, in Groningen gegen Red Dogs Ostfriesland (13.oo Uhr) und HSV Groningen (15.oo Uhr) die Pool-Position behalten.

Das wird nicht ganz so einfach werden, denn mit Hannfrieder Briel und Marcel Baumann, die mit der ersten Mannschaft im Pokal kämpfen, fehlen zwei wichtige Spieler.


Textvorschlag zu den beiden Fotos (H.J. Twiehaus / HRB):

1. Topscorer Markus Pungercar (Mitte) trug mit 45 (!) Punkten zum Erfolg bei; links Nachwuchsspieler Hannfrieder Briel, der wie Pungercar nach 5 Fouls vorzeitig vom Feld musste.

2. Die „Wohnbau Baskets Glücksbringer“ (v. re.) Lukas Klöß und Chris Alexander im Interview mit Bears-Hallensprecher Rainer Grebert
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