Harttgens Alleingang: Rot-Weiss nach Trainer-Verlängerung vor vereinsinterner Krise

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Hat Uwe Harttgen (li.) Marc Faschers (re.) Vertrag im Alleingang verlängert? Archivfoto: Gohl

Auf einen kleinen Skandal bei Regionalligist Rot-Weiss Essen stieß Anfang der Woche der RevierSport: Ohne Aufsichtsrat oder den 1. Vorstandsvorsitzenden zu informieren, hat Dr. Uwe Harttgen, Sportvorstand von Rot-Weiss, offenbar den Vertrag mit Cheftrainer Marc Fascher verlängert.

Zuletzt stand Fascher wegen Spielweise und Ergebnissen seiner Mannschaft von Seiten der Fans in der Kritik, auch die Klausel, dass sein Vertrag automatisch verlängert wird, sollte RWE Platz fünf in der Tabelle erreichen, stieß auf wenig Gegenliebe bei den Anhängern. Das wollte Harttgen offenbar gar nicht erst abwarten und hat den Vertrag einfach selbst verlängert. Aufgeflogen ist der Alleingang als Harttgen dem Aufsichtsrat das Thema vorige Woche vorstellte.

Keine Infos, giftiges Klima

Konkrete Infos gibt es derzeit noch nicht: „Wir müssen das Thema zunächst ,intern‘ aufarbeiten und klären, dann werden wir auch öffentlich Stellung beziehen“, kommentiert Prof. Dr. Michael Welling, 1. Vorsitzender von Rot-Weiss, die Vorgänge. „Bis dahin wäre jedes Wort eines zu viel - ist verständlicherweise unbefriedigend, ist aber aktuell der einzig gangbare Weg.“
Ob die Vertragsverlängerung rechtlich möglich ist, hängt hauptsächlich von der Satzung des Klubs ab. Für das Klima zwischen den beiden Vorständen und im Verein könnte Harttgens Aktion aber pures Gift sein.
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