In jedem steckt ein Held - 10. Special Olympics NRW Schwimmfest in Essen ein Erfolg

Anzeige
Gute Stimmung herrschte beim Special Olympics Schwimmfest
 
Das Team von DJK Franz Sales Haus, rechts mit Elvira Hillemacher
Essen: Hauptbad Essen | In jedem steckt ein Held
10. Special Olympics NRW Schwimmfest in Essen ein Erfolg

Am Samstag, den 22. November 2014, richtete der integrative Sportverein DJK Franz Sales Haus e. V. das Special Olympics Schwimmfest für Menschen mit geistiger Behinderung im Hauptbad aus. Fast 180 Teilnehmer aus ganz NRW nahmen an diesem Sportereignis von Special Olympics Nordrhein-Westfalen (SO NRW) teil und wurden durch über 100 ehrenamtlichen Helfern bei diesem Ereignis begleitet!
Wie bei Special Olympics NRW üblich, startete der Tag zunächst mit einer Eröffnungsfeier. Nachdem Hallensprecher Rainer Grebert alle Mannschaften vorgestellt hatte, sprachen die Grußworte an diesem Tag der Präsident von SO NRW Jan Zilius, für die Stadt Essen der Bürgermeister Rudi Jelinek und für das Franz Sales Haus die Geschäftsführerin für den Wohnbereich Frau Ute Engelhardt.
Zusammen mit Christian Keller (mehrfacher Deutscher Meister, Weltmeister und Olympiasieger im Schwimmen) und den Spezial Olympics Goldmedaillengewinnern Mike Roth und Regina Waldschmidt-Schneider wurde feierlich die Olympische Fahne gehisst. Den Special Olympics Eid „„Lasst mich gewinnen... / ...doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben“ sprach der Athletensprecher von Special Olympics Nordrhein-Westfahlen Christoph Schmitz zusammen mit der Schwimmweltmeisterin Isabelle Härle. Als Fackelträger für das olympische Feuer wurde Jan Simon Görgen (DJK Franz-Sales-Haus) vom Weltklasseschwimmer Hendrik Feldwehr begleitet. Mit den Worten von Bürgermeister Jelinek „Ich erkläre das Schwimmfest für eröffnet“ konnten dann die Wettbewerbe starten.
Dabei war die Nervosität vor dem Start bei allen Teilnehmern groß. Die älteste Schwimmerin kam in diesem Jahr aus dem Franz Sales Haus. Schon vor zwei Jahren konnte Elvira Hillemacher eine Medaille gewinnen, das wollte Sie in diesem Jahr auch unbedingt wieder erreichen. Sie musste zunächst am Vormittag in zwei verschiedenen Strecken (25 und 50m Freistil) antreten und sich für die Endläufe qualifizieren. Nach einer kurzen Mittagspause ging es dann am Nachmittag in den Finalläufen um olympische Medaillen. Die Stimmung war klasse, alle TN warteten sehnsüchtig auf Ihren Start, und jeder gab an diesem Tag sein bestes. Dabei bekam nicht immer der Sieger den meisten Applaus sondern die Teilnehmer, die - erkennbar für die Zuschauer – auch aufgrund Ihrer Behinderung – die erstaunlichsten Leistungen vollbrachten. So startete ein Teilnehmer ohne Arme und nur mit einem Bein, der zur Sicherheit beim Schwimmen von seinem Trainer begleitet wurde. Auch wenn er in seinem Lauf letzter geworden ist, so war der Beifall, Zuspruch und die Anerkennung seiner Leistung durch die Zuschauer am größten.


Für die Schiedsrichter und Kampfrichter gab es zum Glück an diesem Tag wenig zu bemängeln. Die Frage, ob sich diese Veranstaltung von „normalen Schwimmwettkämpfen“ unterscheidet beantwortete alle gefragten Kampfrichter mit einem „Ja“! Es ist alles ein wenig entspannter und wenn man kann (und es die Regeln zulassen), dann wird immer für den Menschen mit Behinderung entschieden und gegen eine Disqualifikation. Für viele ist es kaum vorstellbar, dass jemand bewusst einen Fehler macht um sich einen Vorteil dadurch zu verschaffen.
Für Elvira Hillemacher ging es dann um das Finale der 50m Freistil. Sie konnte in dem Feld gut mithalten und erzielte an diesem Tag einen tollen zweiten Platz. Elvira freute sich riesig über diesen Erfolg.
Auch dieser Wettbewerbstag ging dann langsam zu Ende, nicht ohne dass zum Abschluss Rainer Grebert noch eine kurze Abschlusszeremonie vorbereitet hatte. Ein Vertreter der Schwimmer, eine Schülerin der BMV Schule sowie Carsten Ohle (SO NRW e. V.) und Ewald Brüggemann (DJK Franz Sales Haus e. V.) verabschiedeten sich von den Teilnehmern und zahlreichen Helfern mit Dank für das Engagement und die Begeisterung, die an diesem Tag spürbar wurde. Nachdem die Fahne eingeholt worden war, wurde zum Schluss das Special Olympics Feuer gelöscht und alle Teilnehmer machten sich auf den Heimweg.
Es muss schon etwas Besonderes sein, wenn in der heutigen Zeit über 100 Helfer nicht auf dem Weg zum Einkaufen sind, sondern sich auf den Weg machen um Menschen mit Behinderung beim Sport zu unterstützen, wenn mehr als 50 Schülerinnen freiwillig am Samstag den Weg in das Essener Hauptbad einschlagen und dort konzentriert und engagiert einen ganzen Tag lang sich in den Dienst anderer Menschen stellen. Und man kann sich sicher sein, dass es für alle (Teilnehmer und Helfer) ein ganz besonderes Erlebnis war, an das Sie hoffentlich noch lange zurückdenken werden.
Ewald Brüggemann
DJK Franz Sales Haus e. V.
1
Einem Mitglied gefällt das:
Information zu Weiterempfehlungen Einstellungen für Weiterempfehlungen
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.