Mit Ach und Krach: Rot-Weiss Essen siegt 1:0 gegen FC Wegberg Beeck

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Die Punkte zählen: RWE-Coach Jan Siewert weiß, dass Fußball Ergebnissport ist. Fotos: Gohl
 
Jubelstimmung im Stadion Essen: In Minute 88 gelingt dem RWE der Siegtreffer.

Nur in letzter Sekunde (88.) konnte Rot-Weiss Essen im heutigen Regionalliga-Spiel gegen Aufsteiger und Tabellenschlusslicht Wegberg Beeck durch einen Treffer von Moritz Fritz einen knappen Sieg einfahren. „Fußball ist ein Ergebnissport“, ruht Cheftrainer Jan Siewert nach der Partie in sich.

Eine Torbilanz von 2:24 hatte Wegberg Beeck im Gepäck, als der Klub am heutigen Abend an die Hafenstraße reiste. Die Mannschaft selbst versteht sich eher als Truppe von Hobbyfußballern, jeder Spieler geht im richtigen Leben Studium, Ausbildung oder Beruf nach. Im Stadion Essen erwartete Wegberg-Trainer Friedel Henßel deshalb einen „übermächtigen Gegner“.

Einen Kaffee, bitte!

Gegen den SV Rödinghausen lag Beeck bereits nach 30 Sekunden in Rückstand, Rot-Weiss Essen ließ sich für die Führung deutlich mehr Zeit. Von Marwin Studtrucker geht's in Minute 4 über Daniel Grebe zu Vojno Jesic, der aus nächster Nähe direkt auf Torwart Patrick Nettekoven feuert. Ein schickes Zusammenspiel von Jesic und Marcel Platzek endet nach abschließender Flanke in der 7. Minute ebenfalls in den armen des Wegberg-Keepers. Danach ist erst einmal Funkstille, bis Platzek erneut aus kurzer Distanz an Nettekoven scheitert (28.). Ein kleiner Aufreger folgt schließlich in der 36. Minute, als Rot-Weiss-Kapitän Moritz Fritz gemeinsam mit Nettekoven das Leder ins Tor von Beeck befördert. Schiri Alexander Busse erkennt den Treffer nicht an, weil Fritz Nettekoven beharkt hat. Damit sind die 6.333 Zuschauer vorerst erlöst und freuen sich, dass die erste Halbzeit des lustlosen Kicks rum ist.
Mit der zweiten Hälfte fängt selbst der Himmel an zu weinen und ein sanfter Regenschleier legt sich auf das Stadion Essen. Rot-Weiss ist jetzt voll auf Angriff gepolt, hat aber keine Mittel gegen die mauernden Wegberger: Studtrucker versucht's alleine und bleibt in der Abwehr hängen, Jesic versucht's alleine und bleibt in der Abwehr hängen, Obst versucht's alleine und bleibt in der Abwehr hängen – der Wille ist da, die Ideen nicht. Bis ganz zum Schluss ist Wegberg zwar buchstäblich chancenlos, ärgert den RWE aber konsequent weiter. „Wir hätten uns gewünscht, dass unser Abwehrbollwerk fünf Minuten länger gehalten hätte“, trauert Henßel dem ersten Punkt in der Regionalliga-West nach. Mit vereinten Kräften gelingt Rot-Weiss schließlich doch der Siegtreffer: Erst scheitert Richard Weber, Fritz kriegt ihn dann endlich über die Linie gedrückt. Der tapfere Nettekoven verletzt sich bei der Aktion und wird in den verbleibenden vier Minuten von Feldspieler Johannes Walbaum vertreten, der immerhin einen weit geschlagenen Standard hält.

Ergebnissport

„Manchmal gewinnst du 9:1 und holst drei Punkte, manchmal gewinnst du 1:0 und holst drei Punkte“, philosophiert Siewert grinsend. Durch eben diese drei Punkte klettert der RWE in der Tabelle von Rang 13 auf Platz elf. Trotzdem hat der Essener Traditionsverein schon jetzt neun Zähler Rückstand auf Alemannia Aachen und die Sportfreunde Lotte. Am nächsten Samstag, 12. September, gibt's dann ein kleines Derby: Rot-Weiss ist zu Gast bei der aktuell fünftplatzierten SSVg Velbert.
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