Na, geht doch! Rot-Weiss Essen siegt verdient 2:0 gegen Schalke II

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Torschütze und Duracell-Häschen Marcel Platzek machte der Schalker Verteidigung das gesamte Spiel über Ärger. Fotos: Gohl
 
Emotionaler Dirigent am Spielfeldrand: Cheftrainer Jan Siewert.

Endlich einen echt verdienten Sieg feierte Traditionsklub Rot-Weiss Essen am gestrigen Sonntag im kleinen Revierderby an der Hafenstraße gegen die zweite Mannschaft des FC Schalke 04. Herausragend war dabei die Leistung von Offensivmann Marcel Platzek, der einen der Treffer beisteuerte.

Das kleine Revierderby wurde überschattet vom großen: Um 14 Uhr war der Anstoß von Rot-Weiss gegen Schalke II, 15.30 Uhr traf der BVB auf die erste Mannschaft der Gelsenkirchener. Nicht selten werden solche Spiele zeitlich nah aneinandergelegt, weil die Krawallbrüder der ersten Mannschaft sonst keine Probleme damit haben, auch Partien von Team zwei zu besuchen. Kein Risikospiel also an diesem Sonntag, nur 6.427 Zuschauer nutzten den lauen Herbstnachmittag zum Stadionbesuch.

Nicht schön, aber verdient!

„Das Ziel ist geschlossen zu null zu spielen und dann die Chancen zu nutzen, die sich ergeben“, erklärt Jan Siewert, Chefcoach von Rot-Weiss Essen, die Strategie seiner Mannschaft. So verhalten legen die Essener gar nicht los, eine dicke Gelegenheit hat Kevin Grund schon in Minute 2 und nur sechs Zeigerumdrehungen später steht's 1:0 für den RWE. Kasim Rabihic hatte auf Amir Cekic zurückgelegt, der – nachdem er seinen Gegenspieler umtänzelt – zum Führungstreffer einnetzt. „Da hat man gemerkt, dass die Mannschaft vom Kopf her nicht so da ist, wie sie sein muss“, hadert Jürgen Luginger, Trainer von Schalke II, mit dem Tor. Stimmt, merkte man: Rot-Weiss bleibt am Drücker und wird dafür in der 43. Minute ein weiteres Mal belohnt: Marcel Platzek zieht nach und erhöht zur Pause noch auf 2:0. Auffällig auch Siewert an der Seitenlinie: Er fiebert mit, tritt bei Fouls Banden um und diskutiert vermeintliche Fehlentscheidungen wild gestikulierend mit dem Schiedsrichterassisstenten.
Mit ungebremstem Elan eilt Rot-Weiss Essen aus der Kabine, die größte Chance der gesamten Partie sehen die Zuschauer in Minute 53: Benjamin Baier spielt auf Grund, der Platzek mit dem Pass in den freien Raum in Szene setzt. Der Ball hüpft dann vorbei an Schalke-Keeper Janik Schilder in Richtung 3:0, bevor Tjorben Uphoff in letzter Sekunde auf der Linie klärt. Wirklich herausragend die Leistung von Marcel Platzek, der zwar weiter an seiner Chancenverwertung arbeiten muss, aber die Gelsenkirchener Abwehr schwindelig spielt. Das Spiel verflacht, lange passiert gar nichts. Hingucker ist schließlich in der 73. Minute ein nächster Versuch Platzeks, der nach Flanke knapp rechts neben den Kasten von Schilder köpft. Mit einem verdienten 2:0-Sieg lässt sich Rot-Weiss Essen nach Abpfiff feiern.

Revival

„Ich bin unheimlich glücklich“, freut sich Siewert, „das ist ein mannschaftlicher Sieg!“ Besonders hebt der RWE-Coach die konstante Leistung seines Teams hervor: „Wir waren vom Kopf her 90 Minuten da und wollten unbedingt gewinnen!“ Geistesgegenwart ist in der kommenden Woche ebenfalls gefordert, wenn der RWE auswärts auf Pokalfinalgegner Rot-Weiß Oberhausen trifft. Die Reviernachbarn haben 28 Zähler und sind damit noch nah dran an der Spitzengruppe.
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