Rollstuhlbasketball: Hot Rolling Bears wieder 2. Liga - Niederlage gegen Hamburg und Sieg gegen Berlin reichte

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Foto (Uwe Klein): Große Freude bei den Bears über den Wiederaufstieg. Erster Bürgermeister Rudi Jelinek (Mitte hinten re.) und MdL Peter Weckmann (daneben) waren die ersten Gratulanten.
 
Foto (Uwe Klein): Die Fans zeigten Weitblick und waren gut vorbereitet
Essen: Sporthalle Nord-Ost-Gymnasium | Rollstuhlbasketball:
Hot Rolling Bears wieder 2. Liga
Niederlage gegen Hamburg und Sieg gegen Berlin reichte


In zwei spannenden Aufstiegsspielen zur 2. Rollstuhlbasketball-Bundesliga verloren die Hot Rolling Bears Essen das Spiel gegen den Hamburger SV knapp mit 62:67 (35:29), siegten aber gegen Pfeffersport Devils Berlin klar mit 58:41 (38:24). Das reichte für den Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga, da Berlin gegen Hamburg mit 55:86 das Nachsehen hatte und zwei der drei Play-off-Teilnehmer aufsteigen.

In der mit über 200 Zuschauern gut besuchten „Bären-Halle“, darunter der erste Bürgermeister der Stadt Essen, Rudolf Jelinek und der Landtagsabgeordneten Peter Weckmann, war nach dem Schlusspfiff die Freude groß.



Hot Rolling Bears Essen – Hamburger SV 62:67 (18:15, 17:14, 11:20, 16:18):

Beide Teams kamen schlecht ins Spiel. Die große Anspannung war deutlich spürbar. Erst zum Ende des ersten Viertels legte sich die Nervosität bei den Bears und sie gingen mit einem kleinen Vorsprung von drei Punkten in den zweiten Spielabschnitt. In dem lief es besser, der Vorsprung wurde zur Halbzeit auf sechs Punkte ausgebaut.

Doch plötzlich war ein Bruch im Spiel der Essener. Der HSV nutzte individuelle Fehler gnadenlos aus und drehte das Spiel. Mit drei Punkten vor gingen die Hamburger in den letzten Spielabschnitt. Jetzt entwickelte sich ein wahrer Aufstiegskampf. Die Bears blieben dran, versäumten allerdings, wieder durch eigene Fehler das Spiel für sich zu entscheiden. Da nutze es auch nichts, dass Spielertrainer Markus Pungercar in der letzten Minute einen von insgesamt drei Dreipunkte-Würfen verwandelte. Im direkten Gegenangriff erzielten der HSV einen weiteren Korb und siegte letztlich glücklich mit 67:62.

Die Punkte erzielten: Pungercar (19, 3/3), Biswane (18), Hillmann (13), Boztepe (8), Dogan (4), Maul, Schmitz, Möhlen, Karpa, Sayili




Hot Rolling Bears Essen – Pfeffersport Devils Berlin 58:41 (13:10, 25:14, 9:10, 11:7):

Nachdem Pfeffersport Devils Berlin das Spiel gegen den HSV deutlich mit 86:55 verloren hatte, kam es zu einem reinen „Aufstiegs-Endspiel“. HSV war durch und aufgestiegen; Berlin oder Essen? Das war nun die Frage.

Das erste Viertel war von gegenseitigem Respekt geprägt, mit leichten Vorteilen für die Bears. Anfang des zweiten Viertels erhielt Spielertrainer Pungercar sein drittes Foul und wechselte sich aus. Außerdem nahm er die 18jährige Nachwuchsspielerin Michelle Maul ins Spiel. Die zahlreichen Zuschauer wunderten sich, denn die „neue Fünf“ zog Punkt um Punkt davon; Halbzeitstand 38:24. Pungercar dirigierte von der Seite umsichtig und ruhig, sein Team verwaltete geschickt den beruhigenden Vorsprung. In den letzten Minuten wechselte Pungercar noch einmal alle Spieler ein. Dabei erzielte der auch erst 18 Jahre alte Nachwuchsspieler Kevin Karpa einen sehenswerten spektakulären Treffer zum nie gefährdeten 58:41-Sieg. Der Wiederaufstieg in die 2. Bundesliga war geschafft.

Die Punkte erzielten: Hillmann (17), Pungercar (17), Biswane (10), Schmitz (4), Dogan (4), Maul (2), Möhlen (2), Karpa (2), Boztepe, Sayili


„Auch nach der unnötigen knappen Niederlage gegen den HSV habe ich nie am Aufstieg gezweifelt“, so Trainer Pungercar unmittelbar nach dem Spiel und weiter „Meine Mannschaft hat Charakter gezeigt. Wir haben unsere Starke mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung eingebracht Ich bin stolz, so eine souveräne Saison gespielt und jetzt den Lohn eingefahren zu haben“.


Nach dem Spiel ist vor dem Spiel; nach der Saison ist vor der Saison. Jetzt heißt es für die Bären, Gespräche zu führen mit den etablierten Spielern und neue Spieler zu verpflichten. Dazu Bears-Präsident Ronny Berger: „Es ist jetzt direkt nach dem Aufstieg verfrüht über Verpflichtungen zu sprechen. Jetzt wollen wir erst einmal den Erfolg genießen und feiern. Aber schon ab Montag hat uns der Alltag wieder; dann beginnen die Vorbereitungen auf die neue Saison. Und dazu gehören auch Spielerverhandlungen“
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Ingrid Geßen aus Essen-West | 11.04.2016 | 14:29  
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