RWE schließt die Saison mit einem Sieg ab - 1:0 gegen Siegen

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Jugend forsch: Eine bessere U19 bringt die RWE-Saison im allerletzten Spiel gegen die Sportfreunde Siegen zu einem versöhnlichen Abschluss. Fünf Spieltage waren die Bergeborbecker ohne Sieg. Youngster Michael Wiese erlöste die Wrobel-Elf – und das in der Schlussphase der Partie.

Michael wer? Michael Wiese war einer von sieben A-Jugendlichen, die es aufgrund von Verletzungen und Sperren in den Kader der Ersten spülte. Hendrik Bonmann, der nochmal vor seinem Abschied in Richtung Dortmund das rot-weiße Gehäuse hüten durfte, und Kai Nakowitsch gehören ja bereits zum Inventar, an Namen wie Yannick Geisler, Lucas Arenz, Josue Massoma, Jan Klauke und eben Michael Wiese muss sich der gemeine Fan noch gewöhnen.

Was kein Problem sein wird, wenn sich die Jungs weiter so couragiert präsentieren. Den Startelf-Debütanten Arenz, Wiese und Geisler war zwar die Nervosität anzumerken, sie ernteten jedoch für jeden Ballgewinn, für jeden abgewehrten Pass eifrig Szenenapplaus. Und wurden dadurch mutiger. Allen voran Michael Wiese, der nach einem Eckball fünf Minuten vor Abpfiff die umjubelte Führung erzielte. Unmittelbar zuvor wurde sein erster Versuch noch von der Linie gekratzt.

Der Essener Sieg ging aufgrund der besseren Chancen in Halbzeit zwei in Ordnung. In den ersten 45 Minuten boten die Teams das, was man landläufig unter einem lauen Sommerkick versteht. Die Sportfreunde besaßen leichte Vorteile, versuchten, die wohl jüngsten Rot-Weißen aller Zeiten mit einer gewissen Härte einzuschüchtern. Doch die Wrobel-Elf ließ sich nicht ins Bockshorn jagen.

So retteten sich die Essener geschafft, aber mit einem Erfolgserlebnis ins Ziel. RWE zieht an den Sportfreunden vorbei auf den vierten Rang der Regionalliga-Tabelle. Was die Siegener ein wenig ärgerte. „Ich habe zwei Gemütslagen. Eine kurzfristige und eine langfristige“, bekannte SF-Coach Michael Boris. „Kurzfristig ärgere mich natürlich über die Niederlage. Langfristig muss ich sagen: Niemand hätte damit gerechnet, dass wir als Liga-Neulinge die Saison auf Platz fünf abschließen. Von daher bin ich mit meiner Mannschaft sehr zufrieden.“ Wrobel benötigte weniger Worte, um sein Gefühlsleben zu beschreiben: „Ich kurz- UND langfristig zufrieden.“ Verständlich: Das Vorjahresergebnis wurde um vier Plätze übertroffen. Wrobel wusste, bei wem er sich an diesem Nachmittag zu bedanken hatte: „Vielen Dank an die Jugendabteilung!“

Fotos: Gohl
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