RWE - Werder Bremen: Fußballfest an der Hafenstraße

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„Mythos Hafenstraße unvergessen“ stand auf einem Banner, das die Gäste aus Bremen ausrollten. RWE spielt wieder vor vier Tribünen – und die Stimmung war eines Eröffnungsspiels mehr als würdig. Die Querelen rund um die etwas sterile Einweihung vor einem Jahr – vergessen. Der Wasserschaden im Herzstück der „neuen Bude“ – kein Thema.

Dafür jede Menge Gänsehautmomente: Beeindruckende Choreografien von Heim- und Auswärtsfans, eine Feierminute für das von der Bildfläche verschwundene Georg-Melches-Stadion, ein minutenlanges Feuerwerk nach Abpfiff. Dazu der „Schreck vom Niederrhein“. Selbst die Wechselgesänge funktionierten wieder – all das war ganz nach dem Geschmack der 11.500 Zuschauer. Eine beeindruckende Zahl, wenn man bedenkt, dass es sich hierbei, oberflächlich betrachtet, nur um ein Freundschaftspiel unter der Woche handelte. Doch tief im rot-weißen Innern ist der 5. August 2013 ein bedeutsames Datum: Mit der Fertigstellung der vierten Tribüne schloss sich eine Lücke, die fast 20 Jahre in der Fan-Seele klaffte.


Werder Bremen nur mit einer B-Elf

Da geriet das Geschehen auf dem Platz eindeutig zur Nebensache. SVW-Coach Robin Dutt schickte zur Enttäuschung derer, die sich auf einen Hauch von Bundesliga gefreut hatten, eine B-Elf aufs Grün. Gegen diese Werderaner konnten es die Bergeborbecker über weite Strecken aufnehmen, in einer Partie, die sich insgesamt auf einem mäßigen Niveau abspielte - mit vielen Ungenauigkeiten auf beiden Seiten. Özkan Yildirim (28.) und Niclas Füllkrug (37.) nutzten zwei Patzer im rot-weißen Defensivverbund aus. Damit war das Pensum der Hanseaten aber auch abgespult. Einen dritten Treffer durch den eingewechselten Marko Arnautovic pfiff der Unparteiische zurück.

Verdacht auf Kreuzbandriss - Verletzung von Cebio Soukou trübt die Feierlaune

Auf der Gegenseite rieb sich der bullige RWE-Neuzugang Christian Knappmann am nicht minder bulligen Werder-Verteidiger Assani Lukimya auf. RWE erarbeitete sich in Halbzeit zwei sogar Feldvorteile. Um einen Ehrentreffer zu erzielen, fehlte es den Angriffsbemühungen jedoch an Präzision. Die Offensive musste allerdings einen frühen Rückschlag wegstecken – Cebio Soukou humpelte bereits nach vier Minuten verletzt vom Platz. Bleibt zu hoffen, dass sich die erste Diagnose – ein Verdacht auf einen Kreuzbandriss – nicht bewahrheitet. Es wäre der Makel eines ansonsten tollen Fußballfestes an der Hafenstraße.
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