Schonnebeck siegt gegen die U23 von Rot-Weiß Oberhausen

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Dominierten am Schetters Busch über 90 Minuten die Partie: die SpVg Schonnebeck. Fotos: Gohl
 
Jetzt auf Platz zwei, trotzdem keine Zeit zum ausruhen.

Das letzte Spiel der englischen Woche. Nach einem Sieg am Mittwochabend in Dinslaken, empfing die bis dato gegentorlose SpVg die U23 von Rot-Weiß Oberhausen am Schetters Busch.

Essens Linienchef Dirk Tönnies ließ gegen die U23 von Rot-Weiß Oberhausen dieselbe Startelf auflaufen, die gegen den TV Jahn-Hiesfeld unter Woche mit 2:0 erfolgreich war. Die Hausherren begannen bei hohen Temperaturen druckvoll. Emrah Cinar hatte bereits in der zweiten Minute eine Torraumszene. Die Oberhausener, die mit einer 1:4-Niederlage gegen den KFC Uerdingen im Gepäck anreisten, versuchten ihr Glück in langen Bällen, die keine Abnehmer fanden. Schonnebecks Timo Patelschick hatte in der siebten Minute eine gute Möglichkeit, war aber zu ungenau. Die Schwalbenträger hatten den Gegner im Griff und attackierten früh. Der Gast hatte seine liebe Müh´ aus der eigenen Spielhälfte herauszukommen. Schonnebeck kombinierte nach Belieben. Kevin Barras Distanzschuss aus gut 30 Metern segelte an die Latte (12.). RWO hatte erst in der 17. Minute die erste wirkliche Torchance. Doch Bernad Gllogjani scheiterte an Essens Schlussmann Andre Bley. In der Nachmittagshitze gewannen die SVS-Kicker die wichtigen Zweikämpfe und ließen dem Gegner kaum Verschnaufpausen. Cinar verfehlte in der 27. aus aussichtsreicher Position; Kai von der Gathen tat es ihm mit sehenswerter Direktabnahme nur Augenblicke später gleich. Unter dem Strich war die Chancenverwertung der Essener ausbaufähig. In der 31. Minute wurden die Schonnebecker Fans dann erlöst: Soufian Rami versorgte Cinar handwerklich spitze mit dem Ball und der Essener Sturmtank bedankte sich aus kurzer Distanz mit seinem ersten Saisontor. Nach der mehr als verdienten Führung, blieben die Grün-Weißen hungrig. Doch mit dem 1:0 ging es in die Pause; der Pausenstand hätte höher ausfallen müssen.

Die weiße Weste wird beschmutzt

Nach Wiederanpfiff ging es nahtlos weiter. Der Oberhausener Strafraum wurde nahezu permanent belagert. In der 47. wurde Cinars zweiter Treffer aberkannt, drei Minuten später verschoss Rami aus kurzer Distanz. Cinar blieb hungrig und hatte gute Szenen (56.+63.). Doch in der 69. Minute gelangte der eben eingewechselte Oberhausener Boran Sezen, nach einem verunglückten Zuspiel von Essens Denis Dluhosch, überraschend in Ballbesitz und überwand Bley und den herbeigeeilten Matthias Bloch zum 1:1-Ausgleich. Der neue Spielstand spiegelte in keinster Weise den Spielverlauf wieder. Tönnies musste reagieren: Cinar wurde in der 77. Minute gegen Arian Reimann ausgewechselt. Eine Minute später bekam Berkay Öz das Spielgerät nicht über die Linie. Die letzten zehn Minuten leitete der längst überfällige Treffer von von der Gathen ein (81.). Zwei Minuten später erkämpfte sich Reimann allein den Ball im gegnerischen Strafraum und vollendete aus zehn Metern zum 3:1 (83.). In der letzten Minute gelang Reimann, der durch Georgios Ketsatis schön in Szene gesetzt wurde, noch der 4:1-Siegtreffer (89.). Danach war am Schetters Busch Schluss. Schonnebeck hatte die Oberhausener über 90 Minuten dominiert, nur das Ergebnis spiegelte das bis zur 81. Minuten nicht wieder. Nach dem unnötigen Gegentreffer, bewies Tönnies ein glückliches Händchen mit der Einwechselung von Reimann, der einen Doppelpack schnürte und großen Anteil daran besaß, dass Schonnebeck in den letzten zehn Minuten wieder Tore schoss.

Ein zufriedener Tönnies lobt die Mannschaft

Oberhausenes Linienchef Peter Kunkel zeigte sich nach der dritten Niederlage im vierten Spiel bedient: „Ich wusste, dass Probleme kommen; aber das diese so gravierend sind und so krass sind, hätte ich nicht gedacht.“ In der Summe seien die Fehler seiner jungen Mannschaft eklatant gewesen. Der Übungsleiter befand, dass es für seine Truppe schwer werde, in dieser Manier die Klasse zu halten. Coach Tönnies war mit dem Ergebnis – auch in dieser Höhe - zufrieden und ergänzte: „Dass wir einen Gegner aus der Oberliga über die Dauer einer Partie so beherrschen können, ist für uns ein weiterer Schritt nach vorne.“ Tönnies, der die Leistung seiner Schützlinge lobte, zog nach vier Spielen und drei Siegen ein kleines Zwischenfazit: „Wir sind auf einem guten Weg.“ Man sei am Schetters Busch froh, so eine Truppe zu haben. Schonnebeck steht nun auf dem zweiten Tabellenplatz.
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