Schonnebeck tut sich gegen Ratingen schwer

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Saisonspiel Zwölf für die SpVg Schonnebeck. Gegen die strauchelnde Ratinger Spielvereinigung waren drei Punkte Pflicht. Der Sieg gegen den Tabellenzehnten war jedoch Alles andere als überzeugend.

Bei bescheidenem Wetter versuchte die SVS gegen den Tabellenzehnten schnell das Spiel unter Kontrolle zu bekommen. Doch dies gelang den in schwarz spielenden Essenern in der ersten Halbzeit in den wenigsten Fällen. Die Heim-Elf von Trainer Peter Radojewski lauerte auf Konter, kombinierten gefährlich und gingen gut in die Zweikämpfe, während die Essener versuchten die spielbestimmende Mannschaft zu sein. Wirkliche Chancen blieben in der der Anfangsphase Mangelware und wurden wenn, von dem Tabellenzehnten vorgetragen. In der 15. Minute verlor Jordi Barrera unglücklich den Ball und leitete somit einen Ratinger Konter ein. Schonnebecks Keeper Andre Bley zeichnete sich bei der Abwehr des darauffolgenden Schusses, wie auch bei der anschließenden Ecke aus. Sein Meisterstück gelang aber drei Minuten später: Kapitän Matthias Bloch konnte einen Ratinger im Strafraum nur regelwidrig stoppen. Orhan Dombayci trat zum Punkt, doch Bley ahnte die Ecke und parierte den auch nicht wirklich strak geschossenen Ratinger Strafstoß (18.). Bley war aber bei Phil Spillmanns Treffer keine drei Minuten später machtlos. Die Führung für die Hausherren war verdient. Ratingen war in Durchgang Eins das überzeugendere Team. Linienchef Tönnies sollte nach dem Spiel zu Protokoll geben: „Ich glaube, dass die erste Halbzeit […] die wir hier zeigten, schon das schlechteste war, was wir diese Saison abgeliefert haben.“ Dennoch spornte das 0:1 aus der 21. Minute den Tabellenvierten an. In der 26. Minute schob Ex-Ratinger Berkay Öz zum 1:1-Ausgleich ein, Kevin Barra hatte erstklassige Vorarbeit geleistet. Soufian Rami – der wieder von Beginn an spielen durfte – hatte in der 31. Minute noch eine gute Szene. Der Gastgeber blieb aber immer wieder gefährlich und erarbeitete sich Chancen (36.+41.). Mit einem für die Essener schmeichelhaften 1:1 ging es in die Halbzeitpause.

Akkus bringt benötigte Stabilität

Mit einer personellen Veränderung ging es für die Schwalbenträger in Durchgang Zwei: Kaan Akkus übernahm für Barrera, der am Sonntag nicht so Recht überzeugen konnte. Die Essener legten druckvoll los und belagerten das Ratinger Tor. Der Gastgeber kam in der Folge zu Kontermöglichkeiten, die die Essener Hintermannschaft aber in steter Regelmäßigkeit entschärfen konnte. Wie schon in der ersten Halbzeit, waren die RSVG-Kicker am gefährlichsten nach ruhenden Bällen, während die Schonnebecker versuchten ihr gefährliches Kombinationsspiel aufzuziehen. Nach einer Viertelstunde normalisierte sich die Partie wieder, auch weil Schonnebeck im Abschluss nicht zwingend genug war. In der 71. Minute lenkte Ratingens Adnan Hotic eine scharfe Hereingabe von Georgios Ketsatis in das eigene Gehäuse. Das 2:1 für die Essener spiegelte das Spielgeschehen zwar nicht in seiner Gänze wieder, ging aber in Ordnung, da der Gast nun die aktivere Mannschaft war. In den letzten Minuten wurden beide Teams im Passspiel sichtlich ungenauer. Aus einem solchen Lapsus heraus gelang Öz in Ballbesitz. Den alleine auf Tor stürmenden Essener Angreifer wies Ratingen Keeper Dennis Raschka jedoch ab (81.). Zwei Zeigerumdrehungen später konnte Ketsatis ein Zuspiel des gut agierenden Akkus nicht verwerten (83.). Die Defensive der Gastgeber wackelte, doch die Schwalbenträger konnten daraus kein Kapital schlagen. Der schon mit Gelb bedachte Kapitän Bloch handelte sich in der 87. Minute noch eine unnötige Ampelkarte ein. Der Unparteiische unterstellte dem Abwehrhünen Zeitspiel. Ratingen konnte sich in der letzten Minute der Nachspielzeit um ein Haar über den Ausgleich freuen, doch Daniel Keita-Ruel lenkte den Ball knapp am Kasten der Essener vorbei (90.+4). Danach war die Messe am Keramag Sportpark gelesen. Der 2:1 Sieg war für die Essener erst ab der zweiten Spielhälfte gerechtfertigt.

Tönnies dankt Bley und freut sich auf Meerbusch

Auf der anschließenden Pressekonferenz gab Essens Dirk Tönnies mit Blick auf die ersten 30 Minuten zu Protokoll, sehr viel Glück gehabt zu haben. Die Halbzeiteinwechslung Akkus habe dem Spiel seiner Mannschaft sehr gut getan. Die Ballsicherheit der Neuverpflichtung hätte geholfen einen „besseren Zugriff zu bekommen“. Für Tönnies, der monierte, dass seine Mannschaft nach dem 2:1 nicht nachgelegt hatte, war der Auswärtssieg über weite Strecken ein „Spiel auf Augenhöhe“. Die Schonnebecker klettern auf den dritten Tabellenplatz. Am kommenden Sonntag trifft die SVS im Spitzenspiel vor heimischer Kulisse auf den noch ungeschlagenen Ligaprimus TSV Meerbusch.
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