Tönnies: „Wir sind überglücklich“ - SpVg mit torlosem Remis gegen KFC

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Standen hinten kompakt, versuchten über die Flügel zu kommen: Die SpVg Schonnebeck rang Regionalliga-Absteiger Uerdingen ein Unentschieden ab. Fotos: Gohl
 
Uerdingen drückte, Schonnebeck hielt dagegen.

Der zweite Spieltag war für den frischgebackenen Oberligist schon vor der Partie gegen Krefeld ein Highlight. So motiviert rangen die Essener dem KFC Uerdingen dann auch letztendlich einen Punkt ab.

Schonnebecks Linienchef Dirk Tönnies hatte im Vorfeld der Partie gegen den Traditionsverein vom Niederrhein eine kämpferische Losung ausgegeben. Man wolle nicht als Punktelieferant anreisen. Gegen die Seidenstädter, die die Schonnebecker als klarer Favorit empfingen, wollte Tönnies an der Schonnebecker Spielphilosophie nichts ändern.

Schonnebecker Offensivfussball an der Grotenburg

Tönnies hielt Wort. In Durchgang Eins spielten die Essener eindrucksvoll mit. In der siebten Minute kamen die Gäste durch Berkay Öz dem Krefelder Tor das erste Mal gefährlich nah. Der KFC wirkte etwas irritiert von dem offensiven Spiel des Underdogs. Bis auf anfängliche Nachlässigkeiten, standen die Essener hinten kompakt und versuchten in der Vorwärtsbewegung durch Verlagerung auf die Flügel erfolgreich zu sein. Nur allmählich bekamen die Hausherren Ruhe in das Spiel und erarbeiteten sich zwei gute Chancen (9. und 12. Minute).

Mo Idrissou dank van der Gathen auf Tauchstation

Essens Schlussmann Andre Bley leistete sich eine fast fatale Unaufmerksamkeit, als er das Spielgerät nicht sicher unter Kontrolle bringen konnte. Darauf gelang dem Königstransfer der Oberliga - Krefelds Mohamadou Idrissou - beinahe der Führungstreffer, doch der Kameruner verzog. Sehr zum Leidwesen der Krefelder Fans, die danach nur wenig von ihrer Neuverpflichtung zu sehen bekamen. Das lag zum einem daran, dass das Passspiel der Seidenstädter zu ungenau war und zum anderem an Idrissious persönlichen Bewacher. Essens Neuverpflichtung Kai van der Gathen machte gegen seinen illustren Gegenspieler eine sehr gute Figur und stellte den 1,91 Meter-Mann auf Sendepause. Die Schonnebecker hatten aber auch das Glück auf ihre Seite: In der 19. Minute traf Krefelds Florian Abel nur Aluminium. In der Folge gewannen die Hausherren mehr Zweikämpfe und wurden immer spielbestimmender, die sich auftuenden Konterchancen wussten die Schwalbenträger nicht so recht zu nutzen. In der 26. Minute verzog Arian Reimann nach gutem Angriff alleine vor dem Tor von KFC-Keeper Daniel Schwabke. Zwei Minuten zuvor hatte ein von Matthias Bloch geschossener Freistoß Schwabkes Arbeitsplatz nur um Zentimeter verfehlt. Die Arbeitsteilung war klar: Der KFC versuchte sich in Position zu spielen, während die Gäste - ewig motiviert - dazwischen funkten. Mit einem 0:0 ging es in die Pause.

Mehr vom KFC in Durchgang Zwei

Nach Wiederanpfiff bot sich das selbe Bild. In der 66. scheiterte Reimann zum zweiten Mal alleine aus kürzester Distanz. Ab Minute 70 merkte man mit jeder Zeigerumdrehung, dass die Kräfte der Gäste langsam schwanden. Coach Tönnies reagierte und formierte seine Schwalbenträger defensiver. Bei jedem Schuss - und Passversuch der Krefelder stand ein Schonnebecker im Weg. Vorne lauerte nun der frisch eingewechselte Emrah Cinar auf seine Chance und sorgte mit seinen Spaziergängen Richtung KFC-Tor für Unruhe. Die letzten zehn Minuten waren durch einen Sturmlauf der Uerdinger gekennzeichnet, der in der Summe aber ertraglos blieb. Nach 90 Minuten pfiff der Unparteiische eine Begegnung ab, deren Ergebnis nur eine Mannschaft zufrieden stimmte.

Tönnies glücklich; Boris bedient

Während seine Schützlinge in der Umkleidekabine lautstark feierten, gab Tönnies zu, dass Remis würde sich wie ein Sieg anfühlen und unterstrich: „Für unseren kleinen Verein war das Spiel sicherlich ein absolutes Highlight.“ Vor dem „phänomenal“ spielenden van der Gahten zog der sonst so sachliche Essener Trainer seinen Hut. Tönnies´ Gegenüber Michael Boris hingegen haderte mit dem Ergebnis und bemängelte die Chancenverwertung seiner Mannschaft nach dem zweiten Remis im zweiten Spiel: „Es fehlte der Punch.“

Nächste Aufgabe: TV Jahn-Hiesfeld

Nun folgt eine englische Woche. Die Schonnebecker reisen am Mittwochabend nach Dinslaken zum TV Jahn-Hiesfeld. Der Neu-Oberligist aus Essen kommt mit Rückenwind, dass weiß auch Tönnies: „Nach vier Punkten aus zwei Spielen, liegen wir weit über den Soll.“ Die Partie gegen die Dinslakener, die am Wochenende ein 2:2 gegen die U23 des MSV Duisburg erspielten, wird um 19.30 Uhr angepfiffen.

KFC Uerdingen: Schwabke – Hirsch, Alexiou, Thackray, Achenbach – Fahrian, Ellgut (83. Schmidt) – Pagano, Abel (66. Gerstmann), Kubo (73. Anic) – Idrissou

SpVg Schonnebeck: Bley – Dluhosch, von der Gathen, Bloch – Patelschick, Barra, Peschka (61. Barrera), Ketsatis – Rami (75. Cinar) – Reimann (67. Kepenek), Öz

Schiedsrichter: Alexander Schuh

Tore: Keine

Zuschauer: 2.085
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