Evangelische Kirchengemeinde Altenessen-Karnap lädt zur Grundsteinlegung für ihr neues Gemeindezentrum ein

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Alles ist vorbereitet: Die Baustelle für das neue Gemeindezentrum am Mallinckrodtplatz. (Pressefoto: Stefan Koppelmann)
 
Das Modell zeigt die Lage des neuen Gemeindezentrums, schräg hinter der Alten Kirche Altenessen. (Pressefoto: Stefan Koppelmann)
Essen: Alte Kirche Altenessen |

Was bereits vor etwa zehn Jahren mit ersten Überlegungen begann, wird nun endlich Realität: Am Freitag, 3. Juni, um 10 Uhr feiert die Evangelische Kirchengemeinde Altenessen-Karnap die Grundsteinlegung für ihr neues Gemeindezentrum am Mallinckrodtplatz, schräg hinter der Alten Kirche. Die Ausschachtung für das Fundament hat begonnen, auch ein Kran steht schon bereit – nach einer rund einjährigen Bauzeit soll der Neubau, der das Walter-Wolff-Gemeindehaus in der Karl-Denkhaus-Straße ersetzt, eingeweiht werden.

Deutlich geringere Unterhaltungskosten erwartet

Schon lange war das Walter-Wolff-Gemeindehaus der Kirchengemeinde zu groß und zu teuer in der Unterhaltung geworden: So werden die Räume für die Gemeindeverwaltung seit der Gründung eines gemeinsamen Gemeindeamtes für alle Gemeinden im Kirchenkreis Essen nicht mehr benötigt und stehen bis auf ein kleines Gemeindebüro leer; die Diakoniestation hat ihren Standort nach Borbeck verlegt. Durch die deutliche Verringerung der Nutzfläche (Walter-Wolff-Gemeindehaus: 2.599 m², neues Gemeindehaus: 522 m²) erwartet die Kirchengemeinde daher umfangreiche Einsparungen bei den Unterhaltungskosten.

Drei Bauteile gruppieren sich um einen großen Innenhof

In dem Architektenwettbewerb, den die Kirchengemeinde Altenessen-Karnap im Jahr 2014 durchgeführt hat, setzte sich der Entwurf des Essener Architekturbüros Heinrich Böll durch. Das neue, ebenerdige und barrierefrei nutzbare Gemeindezentrum wird aus drei Bauteilen bestehen, die zu einem gemeinsamen Innenhof orientiert sind – sie integrieren auf diese Weise mehrere Aufgabenbereiche, ohne dass es zu einer Beeinträchtigung kommt. Der östliche Bauteil ist für die Jugendarbeit und den Konfirmandenunterricht vorgesehen und hat einen separaten Eingang, der bei Bedarf genutzt werden kann. Der nördliche Trakt dient für gemeindliche Angebote, Veranstaltungen und Versammlungen; der Gemeindesaal kann unterteilt werden und verfügt auch über eine kleine Bühne. Der westliche Teil wird für die Kleiderkammer und ein Gemeindebüro genutzt, in dem außerdem die Sprechstunden der Evangelischen Beratungsstelle für Schwangerschaft, Familie und Sexualität stattfinden.

Helle und offene Atmosphäre

Die Dächer der Bauteile neigen sich zum Innenhof hin, der sich nach Süden, mit einer leichten Drehung zur Alten Kirche, hin öffnet. Wie die Alte Kirche wird auch die Fassade des neuen Gemeindezentrums aus Backstein gemauert. Die innere Fassade ist durch transparente Fluren und eine große Glasfront im Innenhof charakterisiert – auf diese Weise öffnet sich das Gebäude hell und einladend in den Stadtteil Altenessen hinein. Auch ein modernes Beleuchtungskonzept ist Teil der Planung.

Baukosten sind durch Rücklagen und Verkäufe finanziert

Die Gesamtbaukosten in Höhe von rund 2,5 Millionen Euro finanziert die Kirchengemeinde Altenessen-Karnap zum größten Teil aus eigenen Rücklagen sowie aus Einnahmen, die in den vergangenen Jahren durch eine Reihe von Immobilien- und Grundstücksverkäufen (Trinitatiskirche mit Pfarrhaus, Altentagesstätte und Pfarrwohnung in der Neuessener Straße, Heinrich-Held-Haus am Palmbuschweg u. a.) erzielt wurden. Zudem hat, wie schon berichtet, die Anneliese-Brost-Stiftung ihr Interesse bekundet, das Walter-Wolff-Gemeindehaus zu erwerben und in ein „Haus der neuen Welt“ umzubauen. Sollte dieser Plan umgesetzt werden, besteht eventuell sogar die Hoffnung, dass die Stadtteilangebote der NEUEN ARBEIT der Diakonie und die Probenräume für verschiedene musikalische Gruppen, für die im neuen Gemeindezentrum kein Platz ist, als Mieter am bisherigen Standort verbleiben könnten.

Vorfreude ist groß!

Jedenfalls: Die Vorfreude auf das neue Gemeindezentrum ist in der Gemeinde groß. Kinder aus dem benachbarten Evangelischen Familienzentrum Abenteuerland und Jugendliche aus der Gemeinde haben in den letzten Tagen Bilderrollen erstellt, die zusammen mit dem Grundstein ins Fundament eingelassen werden.
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