"Erlebte Dorfgeschichte"

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Wie aus einem Historienfilm entsprungen präsentierte sich die Kulisse an der Burg Altendorf.Foto: von der Gathen
  Burgaltendorf feierte filmreif seinen "Urkundentag"

In Burgaltendorf feierte man anlässlich der 850-Jahr-Feier am vergangenen Freitag den sogenannten "Urkundentag". Anlass dazu gab eine mittelalterliche Urkunde vom 19. Februar 1166 des Kölner Erzbischofs Rainald von Dassel, in der das damalige Alten Dorpe wissenschaftlich nachweisbar erstmals erwähnt wird.

Der Urkundentag war einer der ersten Höhepunkte eines Ganzjahresprogramms aller Vereine und Gruppen. Als Ehrengast wurde Dr. Norbert Feldhoff begrüßt, emerierter Dompropst des Erzbistums Köln. Bereits beim Kaffeetrinken mit geladenen Gästen beider Burgaltendorfer Gemeinden im Jesus lebt-Gemeindehaus präsentierte sich der Gast aus Köln bestens gelaunt und gab sogar den einen oder anderen Witz zum Besten. Von Glockengeläut begleitet ging es im Anschluss zu einer ökumenischen Feier in die Herz Jesu-Kirche, wo sich bereits mehrere hundert Bürger eingefunden hatten. In seiner Ansprache ging Dr. Feldhoff auf die Historie Burgaltendorfs ein und lobte die "gelebte Ökumene" im Stadtteil. Für ein wahres Gänsehautfeeling während des Gottesdienstes sorgte die musikalische Untermalung der Chorgemeinschaft Herz Jesu mit feierlichen lateinischen Chorälen wie "Jubilate Deo", "Kantate Dominum" oder "Halleluja".
Und feierlich, ja fast schon filmreif, ging es weiter: Nach dem Gottesdienst wartete eine weiße Kutsche der Warsteiner Brauerei mit vier weißen Brauereipferden unter Glockengeläut darauf, die drei Geistlichen, Pastor Manuel Neumann (ev. Gemeinde), Pastor Hans-Ulrich Neikes (kath. Gemeinde), Dr. Norbert Feldhoff sowie Bezirksbürgermeister und Schirmherr Manfred Kuhmichel zur Burg zu fahren. Als das Gespann sich im Licht der Autoscheinwerfer schließlich in Bewegung setzte, bot sich den wartenden Bürgern ein spektakuläres Bild, an das sich so mancher noch lange erinnern wird.
An der Burg hatten die Helfer des Heimat- und Burgvereins bereits alles für den Empfang des Gastes vorbereitet.
Auch hier hatten sich rund 400 Teilnehmer, auch jene, die vorher nicht in der Kirche waren, eingefunden. Bei Fackelschein und unter dem Antlitz des Mondes hielt Dieter Bonnekamp, Vorsitzender des Heimat- und Burgvereins (HBV), die Begrüßungsrede. Er ging auf den Inhalt der Urkunde ein, erläuterte die Geschichte der Burg und deren heutige Bedeutung als kleines Kulturzentrum ("Texte & Töne im Turm") sowie als attraktiver Veranstaltungsort (Ritterfest). Selbstverständlich gab es für die interessierten Zuhörer auch noch eine kleine Anekdote, in der Dieter Bonnekamp auf den Mönch "Adolf von Altendorf" verwies, der im Mittelalter den Rosenkranz mitenwickelte.
Zum Abschluss der feierlichen Veranstaltung ging es gemeinsam von der Burg zur Verkehrsinsel des Busbahnhofs. Vor Ort wurde der neue, 1,8 t schwere Gedenkstein enthüllt und anschließend von Dr. Feldhoff gesegnet. An Ort und Stelle hatte die Freiwillige Feuerwehr alles taghell ausgeleuchtet und Ordner des HBV sowie die Polizei sorgten für die Sicherheit an der Dumberger Straße sowie für die Aufrechterhaltung des Busverkehrs.
Ein toller Veranstaltungstag neigte sich dem Ende zu und während Dr. Feldhoff gemeinsam mit den Pastören, Vertretern der Gemeinden und des HBV sowie Schirmherrn Manfred Kuhmichel zum Abendessen entschwand, brachte Mechthild Tiemann die Feilichkeit auf den Punkt: "Ein wundervoller Erinnerungstag und ein toller Auftakt der 850-Jahrfeier. Und der Stein an der Burg ist ein ganz besonderes Geschenk an die Gemeinde."
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