Gedenkstunde zum Volkstrauertag mit lokalem Bezug

Wann? 16.11.2014 12:00 Uhr

Wo? Bürgerschaft Kupferdreh, 45257 Essen DE
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Kranzniederlegung am Mahnmal im Benderpark
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh |

Auch in diesem Jahr lädt die Bürgerschaft Kupferdreh ein zu einer Gedenkstunde zum Volkstrauertag am Mahnmal im Kupferdreher Benderpark (16. November, 12.00 Uhr).

Dabei blickt die Bürgerschaft nicht nur zurück, um den Weltkriegsopfern zu gedenken, sondern legt ihr besonderes Augenmerk auch darauf, die aktuellen Geschehnisse in der Welt ins Blickfeld zu rücken, auf die unzähligen Opfer der Gegenwart, etwa in den Krisengebieten wie Syrien oder dem Irak. Auch in diesem Jahr hat die Bürgerschaft einen Gastredner eingeladen, der tagtäglich direkt mit den Opfern von Krieg, Gewalt oder Diskriminierung zu tun hat. Ridda Martini leitet das Asylbewerberheim in Dilldorf und auch einige andere Einrichtung. Der Syrer kennt die Schicksale und das Leid der Menschen aus erster Hand. Kriegsflüchtlinge aus Syrien, Opfer von Diskriminierung aus den Balkanländern, Roma aus Rumänien, sie alle suchen eine Heimat, in der sie sicher und in Ruhe leben können. Doch oft erleben sie schon kurz nach ihrer Ankunft Anfeindungen auf Grund von Vorurteilen der heimischen Bevölkerung. Asylbewerber aufnehmen, natürlich, aber in der Nähe wohnen sollen sie nicht. Sicher steigt die Kriminalität an, wenn diese Leute da sind. Wollen die nicht nur unsere Sozialsysteme ausnutzen? Diese Ansichten hört man leider immer noch viel zu oft. Doch was wollen die Menschen wirklich? „Oftmals wünschen sie sich bessere Chancen für ihre Kinder!“, kennt Ridda Martini einen der – wenn nicht den – wichtigsten Grund für viele Familien, ihre Heimat zu verlassen. In Kupferdreh können die Asylbewerber in Ruhe leben. Dazu hat die Bürgerschaft mit großem Engagement ihren Anteil beigetragen. Der Runde Tisch unter der Leitung der Bürgerschaft hat wesentlich zu der positiven Entwicklung in Kupferdreh beigetragen. So wurde schon mit den örtlichen Institutionen und den Bürgern gesprochen, bevor der erste Asylbewerber eingezogen war. Inzwischen hilft ein Team von rund 15 ehrenamtlichen Mitarbeitern/-innen beim Erlernen der deutschen Sprache oder sorgt für etwas Abwechslung für die Kinder, etwa durch Sport- oder Spielangebote.

Der Volkstrauertag ist gerade heute mehr als ein Gedenken an die Kriegsopfer. Die Gedenkstunden überall in Deutschland sollten auch Mahnung sein, die aktuellen Krisen in der Welt im Blick zu behalten, hilfsbereit zu sein und Vorsorge gegen Kriege, Gewalt und Terrorismus zu treffen. Schließlich wünschen wir uns doch alle eine Welt in Frieden. Oder?

Gedenkstunde zum Volkstrauertag
am Mahnmal im Benderpark, Kupferdreh
16. November 2014, 12.00 Uhr

www.buergerschaft-kupferdreh.de
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