Götte-Medaille geht an das Team der Ehrenamtlichen des Asylbewerberheimes Dilldorfschule

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Oberbürgermeister Reinhard Paß (Mitte) und Prof. Dr. Jürgen Gramke (mittlere reihe rechts) im Kreise der Preisträger.
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh |

Jahresempfang der Bürgerschaft Kupferdreh

Zahlreiche Gäste aus Mitgliedschaft, Politik und Gesellschaft begrüßte Wolfgang Rüskamp, der 1. Vorsitzende der Bürgerschaft, zum traditionellen Jahresempfang des engagierten Kupferdreher Bürgervereins im Energiecampus Deilbachtal. Rüskamp ging auch auf das Engagement der Bürgerschaft bei der Mitarbeit des Konsortiums Deilbachtal ein. In diesem Konsortium haben sich Bürgerschaft, der Verein Stadt und Stift Essen, das Ruhrmuseum und der Verein IDEE e.V. zusammengetan und sich die Erhaltung der einzigartigen Museumslandschaft Deilbachtal zur Aufgabe gemacht. Auch Dirk Rasch als Hausherr und Vertreter der KSG (Kraftwerksimulatorgesellschaft) begrüßte die Gäste.
Grußworte der Stadt überbrachte Oberbürgermeister Reinhard Paß, der in seiner Ansprache auf das außerordentliche Engagement der Bürgerschaft, insbesondere in der Asylthematik mit dem Asylbewerberheim Dilldorfschule, einging. Dabei erinnerte er auch daran, dass das Kupferdreher Projekt „Bildung bewegt – leben und lernen in Kupferdreh“, ein gemeinsames Projekt der beiden Grundschulen und der Bürgerschaft mit den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern/-innen, von der Deichmann-Stiftung mit dem ersten Preis in der Kategorie Integration ausgezeichnet wurde. Ausdrücklich dankte Paß im Namen der Stadt aber auch für den Einsatz bei den vielen anderen Projekten der Bürgerschaft und brachte seine Wertschätzung für die ehrenamtlichen Aktiven zum Ausdruck.
Großen Applaus gab es für die von Fred van Führen präsentierte kompakte Zusammenfassung der Aktivitäten der Bürgerschaft. In einer viertelstündigen Fotopräsentation zeigte das Vorstandsmitglied für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit die 25 Angebote für Kupferdreh aus dem letzten Jahr und damit das breite Spektrum des Vereins auf. Damit gelang es, das umfangreiche Veranstaltungsangebot mit Finanzfeierabend, Gartenberatung, Senioren-Tag oder Museums-Jubiläum den Gästen kurz und knapp vor Augen zu führen, was nicht wenige darüber zum Staunen brachte, was die Bürgerschaft übers ja so alles auf die Beine stellt.
Gastredner war in diesem Jahr Torsten Withake, Mitglied des Kuratoriums der Bürgerschaft und Leiter der Arbeitsagentur Essen. Anschaulich schilderte Withake die Aufgaben der Arbeitsagentur, deren wesentlicher Bestandteil es ist, Menschen und Arbeit zusammenzubringen. Withake stellt dar, dass den rund 36.000 Essener Arbeitssuchende nur rund 14.000 offene Stellen gegenüber stehen. Daher appellierte der Chef der Arbeitsagentur, alle offenen Stellen auch zu melden, damit seine Agentur auch die Chance hat, diese zu vermitteln. Zum Schluss bat Torsten Withake eindringlich darum, die Arbeitslosen nicht zu stigmatisieren, „denn die allermeisten wollen arbeiten!“
Nachdem dann nochmals die tolle Band des HPK-Jazzvereins aus Korschenbroich, die die Veranstaltung musikalisch begleitete, zum Einsatz kam, folgte der Höhepunkt des Jahresempfangs, die Verleihung der Josef-Götte-Medaille für außergewöhnliches ehrenamtliches Engagement. In der Laudatio von Prof. Dr. Jürgen Gramke ging es zunächst um Themen wie Migration oder Integration. Dann spannte der Laudator den Bogen zum Asylbewerberheim Dilldorfschule und ließ die Katze aus dem Sack: Die Götte-Medaille erhielt der Mitarbeiterkreis der Ehrenamtlichen der Asylbewerber-Einrichtung Dilldorfschule, Damit wurden 21 Menschen ausgezeichnet, die sich für die Asylbewerber engagieren, „weil man doch etwas tun muss!“ Unter dem Motto „anpacken statt zusehen“ führen diese Menschen die Kinder an die deutsche Sprache heran, machen Spiel-, Bastel- oder Sportangebote oder helfen bei den Hausaufgaben. Darüber hinaus wird geholfen bei Arzt oder Behördengängen oder bei der Vermittlung von Sprachunterricht oder Unterricht in anderen Fächern, um das schulische Lernen zu fördern. Hat eine Familie eine Wohnung bekommen, wird natürlich auch geholfen beim Beschaffen von Mobiliar. Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt der vielfältigen Tätigkeiten der Ehrenamtlichen, die einfach da sind, wenn sie gebraucht werden, denn „alles ist besser, als nichts zu tun!“ Eine bessere Wahl konnte die Jury unter den von der Bevölkerung vorgeschlagenen Kandidaten kaum treffen. Unter den anwesenden Preisträgern herrschte nicht nur Freude, sondern auch Erstaunen vor, denn der Bürgerschaft ist es bis zur Laudatio gelungen, den diesjährigen Preisträger geheim zu halten. So waren Überraschung und Freude natürlich groß. Unter den Gästen war man sich einig, dass die Wahl der Jury richtiger nicht hätte sein können.


www.buergerschaft-kupferdreh.de
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