In Gedanken in Paris

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Kranzniederlegung am Mahnmal im Kupferdreher Benderpark.
Essen: Bürgerschaft Kupferdreh |

Gedenkstunde zum Volkstrauertag in Kupferdreh.

Auch in diesem Jahr nahmen zahlreiche Gäste an der Gedenkstunde der Bürgerschaft Kupferdreh zum Volkstrauertag am Mahnmal im Benderpark teil. In Rahmen dieser traditionellen Feierstunde gedenken die Kupferdreher jedoch nicht nur den Weltkriegsopfern. Vielmehr geht die Bürgerschaft auch auf aktuelle Ereignisse in der Welt ein. So thematisierten die Veranstalter in diesem Jahr die schreckliche Erdbebenkatastrophe in Nepal im Mai dieses Jahres. Die Gastrede hielt daher Remigius Einhaus, der Nepalbeauftragte des Rotary-Clubs, der unmittelbar nach der Katastrophe vor Ort aktiv Hilfe leistete. Einhaus berichtete nicht nur über die Hilfeleistungen in Nepal, etwa der Aufbau des Camp Hope oder die Bereitstellung ärztlicher Versorgung, sondern auch über die Sorgen der Menschen hier im Lande, deren Angehörige sich zum Zeitpunkt des Erdbebens in Nepal aufhielten und nicht wussten, was aus ihren Kindern geworden ist. Doch all dies wurde überschattet von den schrecklichen Terrorattentaten in Paris, bei dem bislang 129 Menschen ums Leben kamen. Menschen, die in einem Café saßen oder ein Rockkonzert besucht hatten. Einhaus schilderte in seinen Ausführungen auch den Unterschied zwischen der Naturkatastrophe und den Attentaten in Frankreich: „Naturkatastrophen sind von Menschen nicht zu beeinflussen.“ Doch kann man solche terroristischen Verbrechen verhindern? Diese Frage stand auch bei den Teilnehmern an der Gedenkstunde im Raum. In den Gesprächen, die sich um die furchtbaren Attentate drehten, wurden Gefühle wie Fassungslosigkeit und Trauer, Verbundenheit und Wut zum Ausdruck gebracht. Über all dem stand jedoch die Frage nach dem Warum. Auch Otto Grimm, der stellvertretende Vorsitzende der Bürgerschaft Kupferdreh, stellte in seiner Ansprache fest, dass die Menschen in Kupferdreh auch und insbesondere den Terroropfern vom 13. November in Paris gedenken. Die Verbundenheit zu unseren französischen Nachbarn wurde auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass der Trompeter nach der deutschen Nationalhymne, die traditionell die Gedenkstunde in Kupferdreh beendet, auch die französische Nationalhymne, die Marseillaise, spielte. „Sicher werden uns die grässlichen Geschehnisse in Paris noch lange über die Gedenkstunde hinaus begleiten.“

www.buergerschaft-kupferdreh.de
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